Christian Wöhrl bloggt als freier Journalist mit kulturpessimistischem Unterton bei …ACH, NICHTS

Christian Wöhrl bloggt als freier Journalist mit kulturpessimistischem Unterton bei …ACH, NICHTSWer bist Du und worüber bloggst Du?

Ich bin Christian Wöhrl, freier Journalist sowie Lektor und Grafiker im Selfpublishing-Sektor.
Schon im vorigen Jahrhundert habe ich angefangen, mit handgetipptem HTML über Bücher und andere Hobbys (Fotografieren, Radreisen) ins Internet zu schreiben, und als es mir zu blöd wurde, für jeden neuen Text überall neue Links zu bauen, habe ich auf Blogsoftware umgesattelt.
Über die Jahre wurde mein Themenspektrum größer und politischer (eine nicht immer bierernst gemeinte kulturpessimistische Nuance blieb das verbindende Element), und die Zeit zum Lesen wurde knapper. Aber sobald mich eine Lektüre bewegt hat, gebe ich auch heute noch dem Bedürfnis nach, das der Welt mitzuteilen. Wer bei mir nur die Rezensionen sucht, findet sie in der Kategorie Geschmackssache.

Welche Software und Tools nutzt Du?

WordPress, mittlerweile selbstgehostet. Kameras: Viele, auch analog, denn Fotos und Texte sind für mich zwar nicht gleiche, aber gleichberechtigte Ausdrucksmittel. Füller und Schreibmaschine: Gelegentlich scanne ich so entstandene Texte ein und veröffentliche die Bilddateien im Blog, wenn ich vermeiden möchte, dass ein bestimmtes Schlüsselwort weit abseits seines intendierten Kontexts per Suchmaschine gefunden wird.

Was war der größte Fehler, den Du beim Bloggen gemacht hast?

Fehler? Vielleicht habe ich zu lange auf fremdgehostetes Zeug gesetzt, wordpress.com und Socialgedöns, Twitter, Flickr etc. Diese Dienste haben zwar klare Handling-Vorteile gegenüber dezentralen Handstrick-Lösungen, aber andererseits kann man dort all die Analytics, die Besucher-, Leser- und Follower-Statistiken kaum ignorieren. Und das empfand ich als kontraproduktiv, weil latent immer der Druck da war, meine Texte für Algorithmen zu optimieren statt für Menschen.
Seit ich keine Ahnung mehr habe, wie viele Leute meinen Senf überhaupt lesen, macht das Schreiben wieder viel mehr Spaß. Insofern: Selbst machen und auf SEO und Analyse-Tools verzichten, das funktioniert für mich gut. Das halte ich übrigens auch bei meiner beruflichen Website so; allerdings nur, weil ich das Netz bloß unterstützend, nicht aber intensiv für Marketing und Akquise verwende.

Was ist ein Problem, für das Du eine Lösung suchst?

Bezieht sich die Frage aufs Internet? Das Internet selbst ist das Problem, alle Unterprobleme lassen sich lösen 😉

Welche Blogs/Blogger liest Du besonders gern und warum?

Bei aller Neugier auf die Welt da draußen: Ich lese am liebsten die Blogs von Menschen, die ich persönlich kenne, weil das Wissen um Befinden und Zusammenhänge die meisten Texte bereichert. Das trifft auf gut die Hälfte aller „Lieblinks“-Autoren im Fußbereich meines Blogs zu, wo mit Fabian Neidhardt auch ein Iron Buchblogger vertreten ist. Mit ihm bin ich in Kontakt, seit er meine Little-Brother-Übersetzung als Hörbuch aufgenommen hat (Creative Commons sind was Tolles). Faby war es auch, der mich während der 2013er Frankfurter Buchmesse zur damals noch recht überschaubaren Iron-Runde mitgeschnackt hat.

Wo finden wir Dich im Internet?

Mein privates Blog ist … ach, nichts. Viele große Fotos anschauen könnt ihr bei Lichtspuren, und unter Feingedrucktes ist ein bisschen was über mein Berufsleben mit Büchern am Entstehen. Bei Twitter und sonstigen Social Media bin ich nicht mehr zu finden.

Vielen Dank für Deine Zeit und weiterhin viel Spaß beim Bloggen!

Bildquelle: Christian Wöhrl


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