Annie Stone: Schriftstellerin ist der tollste Beruf der Welt

Die folgenden sechs Fragen unserer Interviewreihe werden seit 2009 regelmäßig von interessanten Menschen beantwortet, die „was mit Büchern“ bzw. Publishing machen, und hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf Buchmenschen und Publisher*innen lenken und die zum anderen Veränderungen und Herausforderungen in den unterschiedlichsten Bereichen des Publishing sichtbar werden lassen. Unser Ziel damit ist es, die Menschen noch enger in den Kontakt und Austausch zu bringen.

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern bzw. mit Publishing?

Ich bin Schriftstellerin und das ist der tollste Beruf der Welt, denn ich darf den ganzen Tag schreiben, lesen und über Bücher quatschen. Außerdem darf ich regelmäßig dem strengsten Publikum der Welt vorlesen, nämlich Kindergartenkindern, was mir immer eine große Freude ist.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Ich habe drei typische Arbeitstage, je nachdem in welcher Phase ich mich gerade befinde. Phase 1: Ich habe gerade ein Projekt beendet, weswegen ich meine kreativen Speicher auffüllen muss, und ich daher nur Dinge tue, die mir dabei helfen. Phase 2: Ich behaupte, ich würde schreiben, aber eigentlich schaue ich mir Katzenvideos an, sende minutenlange Sprachnachrichten an Kolleginnen und putze die Fenster. Phase 3: Ich schreibe tatsächlich. Im Einzelnen bedeutet das, ich stehe früh auf, mache mir Kaffee, setze mich dann an den Schreibtisch und arbeite für ein paar Stunden intensiv an meinem Text. Danach fällt mir zu Hause die Decke auf den Kopf und ich packe meine Sachen ein, um in meinem Lieblingscafé weiterzuschreiben, dort trinke ich noch mehr Kaffee und esse Blaubeerbananenbrot. Wenn ich später wieder in meiner Wohnung bin, schreibe ich am Schreibtisch weiter, auf der Couch, im Sessel, im Bett, und mache dann am nächsten Tag genauso weiter.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

In mir tobt ein immerwährender Kampf nur das zu schreiben, was ich auch wirklich gerade schreiben möchte, ohne dabei meine Leser*innen zu enttäuschen. Das hat das Schreiben im Laufe der Zeit schwieriger gemacht, denn meine Erwartungen an mich selbst sind ebenso gestiegen wie die meiner Leser*innen. Dies ist nicht immer deckungsgleich, weswegen es mir manchmal schwerer fällt, die richtigen Worte zu finden, als am Anfang als ich nur für mich selbst geschrieben habe.

Was ist ein Problem, für das Sie eine Lösung suchen?

Als Schriftstellerin suche ich eine Lösung für meine chronisch uneffektive Arbeitsweise, die mich zeitweise zur Eremitin macht. Als Bücherwurm suche ich nach Wegen, andere ebenso sehr für Bücher zu begeistern, wie ich es bin. Als Mensch suche ich nach dem Wundermittel, mit dem man alle Probleme unserer Zeit lösen kann.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren? Welche Art von Kontakten wäre hilfreich?

Ich würde gerne zukünftig meinen Beruf und mein gesellschaftliches Engagement noch enger verknüpfen, und würde mich daher freuen, solche Projekte unterstützen zu dürfen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Auf Instagram, auf Facebook und auf www.annie-stone.de.

 

Foto: (c) Annie Stone

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