Klaus Kowalke: Seit 2008 bin ich buchhändlerisch mit Lessing und Kompanie in Chemnitz tätig

Die folgenden sechs Fragen unserer Interviewreihe werden seit 2009 regelmäßig von interessanten Menschen beantwortet, die „was mit Büchern“ machen, und hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf Buchmenschen lenken und die zum anderen Veränderungen und Herausforderungen in den unterschiedlichsten Bereichen des Publishing sichtbar werden lassen. Unser Ziel damit ist es, die Menschen noch enger in den Kontakt und Austausch zu bringen.

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Klaus Kowalke

Klaus Kowalke, geboren 1967, aufgewachsen im Braunschweiger Land. Von 1996 bis 2001 war ich Verleger des Kowalke & Co. Verlags in Berlin. Seit 2008 bin ich buchhändlerisch mit Lessing und Kompanie in Chemnitz tätig. Meine persönlichen Schwerpunkte sind neben der Literatur, die Themen Geschichte und Philosophie. In meiner beruflichen Laufbahn war ich einmal fünf Jahre lang als Philosophie-Dozent tätig, ich habe eine kaufmännische Ausbildung, habe ein Fachstudium in der Finanzwirtschaft absolviert sowie Philosophie und Geschichte studiert. In meinen 20er Jahren habe ich außerdem als Pressephotograph gearbeitet und Kurzspielfilme gedreht.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Zum buchhändlerischen Alltag gehört neben allen geschäftlichen Dingen das Lesen. Lesen und noch einmal Lesen… ja, das Lesen!

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Neben dem Tagesgeschäft kam mit der Zeit das ehrenamtliche Engagement in der Buchbranche hinzu, seit 2016 bin ich Vorstandsmitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e. V. in Leipzig sowie Mitglied im Sortimenter-Ausschuss des Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. in Frankfurt am Main. – Der Ansporn in der Buchhandlung heißt: Kundenbindung und Kundengewinnung. Außerdem bewältigen wir bei Lessing und Kompanie im Ehrenamt ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm.

Was ist ein Problem, für das Sie eine Lösung suchen?

Auch die Buchbranche muss ökologischer werden. Hier gilt es Überlegungen hinsichtlich aller Prozesse anzustellen. Von der Herstellung über die Logistik bis hin zum Verkauf von Büchern. Ein Trugschluss wäre es zu glauben, die digitale Revolution in der Buchbranche, Stichworte E-Books, Datenbanken, Verzicht auf Papier zu Gunsten von digitalen Ersatzprodukten, führe automatisch zu einer Nachhaltigkeit, weil bestimmte Produktarten, zum Beispiel Papier, weniger eingesetzt würden.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren? Welche Art von Kontakten wäre hilfreich?

Wer mich kontaktieren sollte? Jeder ist willkommen!

Wo finden wir Sie im Internet?

Homepage (www.lessingundkompanie.de) oder Facebook.

Bildquelle: (c) Christoph Künne

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