Philipp Rusch: Seit zwei Jahren kümmere ich mich u.a. um die sozialen Kanäle des Verlages Kiepenheuer & Witsch

Die folgenden fünf Fragen werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Philipp Rusch Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Philipp Rusch, und ich arbeite seit 2008 beim Verlag Kiepenheuer & Witsch. Seit zwei Jahren bin ich Teil der Onlineabteilung und kümmere mich u.a. um die sozialen Kanäle des Verlages. Davor habe ich mal studiert, zunächst Literatur, Kultur und Medienwissenschaft, danach Germanistik und Kunstgeschichte – vergebens. Ein Glück! Denn nach Abbruch meines Studiums fand ich bei KiWi einen Ausbildungsplatz, der hoffentlich nicht bald nur noch die Hälfte wert sein wird: Medienkaufmann im Bereich Digital und Print(!). Den schulischen Teil absolvierte ich auf dem mediacampus frankfurt – eine gute Einrichtung ist das.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Einen typischen Tag gibt es nicht, aber wenn man mich im Verlag besuchen sollte, würde ich höchstwahrscheinlich mindestens einer der folgenden Tätigkeiten nachgehen:

Posten, Redaktionsplan erstellen (oder auch nicht), Mails von Autoren und Agenturen beantworten, zusammen mit der Werbeabteilung Kampagnen konzipieren, mit unserer Volontärin Wikipedia bearbeiten, Autoren in Sachen Social Media beraten, in Abteilungs-, Titeleinschätzungs- und Titelfindungsrunden sitzen, Maßnahmen planen und festlegen, in Besprechungen sein, lustige Bilder für Facebook basteln, runterscrollen, Postings vorbereiten, Gewinnspiele abwickeln, hochscrollen, telefonieren, Webseite in Schuss halten, noch mal schnell etwas besprechen, Newsletter verfassen und verschicken, twittern, ständig denken: „Google + nicht vergessen“, dann vergessen, Alerts checken und ggf. verbraten, Pressespiegel sichten, quatschen, tratschen, gucken, was die anderen Verlage machen, Banner mit dem Graphiker konzipieren, auch mal Bildrechte einholen, Daten hegen und pflegen, Kompetenzteamrunden abhalten, Manuskripte mitlesen, liken, teilen, Facebook-Ads buchen und aussteuern (so gut es geht), Trailerdreh-/ Videointerviews organisieren … Außerdem gebe ich gelegentlich verlagsinterne Seminare in „Signaturen erstellen“ und „Screenshots machen“. Und jetzt gleich geht es ins „Vorsingen“; unsere Lektoren stellen uns das neue Herbstprogramm vor.

Meine drei Kollegen machen größtenteils das Gleiche, allerdings … [siehe nächste Antwort]

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

… haben wir uns neustrukturiert. In Zukunft gibt es für die drei Bereiche Presse, Werbung und Redaktion/Social Media jeweils einen zuständigen Mitarbeiter. Ich werde mich zusammen mit unserem Abteilungsleiter Marco Verhülsdonk um die redaktionellen Dinge kümmern und diesen Bereich ausbauen in Form von einem Verlagsblog und einem Newsletter, der „magaziniger“ werden soll.

Auf das Blog freue ich mich sehr. Wir werden mehr Platz haben und auch mal eine andere Schriftfarbe außer Blau nutzen können. 😉 Wir werden unsere Inhalte und Rubriken wiederfinden und müssen uns nicht mehr meterweise durch die Facebooktimeline scrollen.

Wir werden … wir werden dann mal sehen.

Insgesamt kann man sagen (Achtung, Neuigkeit!) dass der Social-Media-Bereich in den letzten Jahren einen höheren Stellenwert bekommen hat für uns Verlagsangestellte, für die Autoren, für die ganze Branche. Wie schön!

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Promoted Posts und wie viel oder nicht, das ist so ein Thema … Aber das verkneife ich mir an dieser Stelle. Wir müssen interessante Inhalte liefern, dann passiert auch was, auch ohne Promo. Letzte Woche wurde das sehr deutlich, als wir den „offenen Brief“ unserer Autorin Vea Kaiser an eBook-Piraten teilten. Für uns war es sehr spannend, die zahlreichen Kommentare auf unserer Seite mitzuverfolgen; eine „leicht stürmische“ Diskussion, die von den Fans quasi selbst geführt wurde und keiner Moderation bedurfte.

Nein, es gibt keine Probleme zurzeit. Alles bestens. Morgen vielleicht wieder. Unser Mini-Relaunch hat noch nicht begonnen …

Wo finden wir Sie im Internet?

KiWi
Zuhause: www.kiwi-verlag.de
zu Gast bei „Facebook“: facebook.com/Verlag.Kiepenheuer.Witsch
bei „Twitter“: twitter.com/KiWi_Verlag
und „Youtube“: youtube.com/user/kiepenheuerwitsch

Mich
„Facebook“: facebook.com/philipp.rusch.58
„Twitter“: twitter.com/phooopp
und “Xing”: xing.com/profile/Philipp_Rusch7

PS: Google+ natürlich, KiWi bei Google+! „Hier!“

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Philipp Rusch

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