Verena Liebers: Ich arbeite als Wissenschaftlerin (Biologin) und Künstlerin (Künstlername: VIGLi)

Die folgenden fünf Fragen werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Verena Liebers: Ich arbeite als Wissenschaftlerin (Biologin) und Künstlerin (Künstlername: VIGLi)

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Dr. Verena Liebers. Ich arbeite als Wissenschaftlerin (Biologin) und Künstlerin (Künstlername: VIGLi). Ich liebe Bücher, verschlinge, beschnuppere, bestaune sie und schreibe auch selber welche. Ich kann Stunden in Buchläden oder Bibliotheken zubringen und nur Anfänge lesen. Obwohl ich mir extra ein neues Regal gekauft habe und die Bücher teilweise per Bookcrossing wieder in Umlauf bringe, stapeln sich immer Bücher bei mir neben dem Bett, auf dem Fußboden … (Meine) Bücher sind Inspiration für meine Theaterstücke und umgekehrt entsteht aus den Stücken auch manchmal ein Buch.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Morgens schreibe ich Tagebuch und tanze mich warm, dann radele ich die zwei Kilometer zum Forschungsinstitut und setze mich dort mit Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz auseinander. Ich bin im Bereich Immunologie tätig. Nach Möglichkeit mache ich mittags eine Pause ohne meine Kollegen, unternehme einen Spaziergang im Park, einen Gang in die Stadt. Ich habe den Eindruck, dass mir gerade durch solche “Weltenwechsel” Gedichte einfallen oder Satzsplitter. Abends treibe ich Sport: Laufen, radeln, schwimmen oder tanzen. Anschließend esse ich etwas und nehme mir etwa eine Stunde Zeit zu schreiben. Ich schreibe lustige Bücher über Sport oder eher nachdenkliche über Menschen und ihre Beziehungen, außerdem viele Rezensionen (Sachbuch).

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Früher erschien mir meine Arbeit immer wie ein vorübergehender, kurzer Glücksfall, sowohl in der Wissenschaft, als auch in der Kunst. Unterdessen ist in allen Bereichen mehr Kontinuität vorhanden. Als Kind habe ich mich bereits mit Forschung und Geschichten schreiben beschäftigt. Dass ich beides beruflich verwirklichen kann, ist ein Traum, den ich mit 13 Jahren hatte und lange Zeit dachte, es wäre völlig unmöglich, beides zu tun. Ich bin sehr glücklich darüber, wie es heute ist.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Eigentlich lese und schreibe ich gemessen an meinen Wünschen zu wenig. Aber es besteht eben immer die Gefahr, dass ich mich verzettele. Es gibt so unendlich viele spannende Dinge und interessante Menschen auf der Welt. Es fällt mir sehr schwer Nein zu sagen, wenn mich ein Projekt interessiert. Insgesamt bin ich zwar der Ansicht, dass Kunst, Wissenschaft und Sport sehr eng zusammenhängen, nicht so gegensätzlich sind wie mancher meint. Aber es passiert schon, dass mir 24 Stunden einfach zu kurz sind und ich mich völlig auspowere. Ich möchte gerne mehr organisatorische Dinge delegieren.

Wo finden wir Sie im Internet?

Auf meiner Homepage www.vigli.de finden sich die aktuellen Veranstaltungen und allgemeine Informationen über meine Person und meine Arbeit. Aber ich bin auch auf Facebook und in wissenschaftlichen Foren wie f1000 oder Researchgate unterwegs.

Bildquelle: Verena Liebers


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