Simone Dalbert: Rätselraten zum Welttag des Buches

Simone Dalbert

Simone Dalbert (www.papiergefluester.com) kann nicht ohne Bücher. Als Buchhändlerin bringt sie ihre Lieblinge täglich in Umlauf und steckt Kunden mit ihrer Begeisterung an. Hier gewährt sie uns nun Einblicke in die Welt des Buchhandels, die hinter den Kulissen die eine oder andere Kuriosität zu bieten hat.

Heute, am 23. April, ist es mal wieder so weit, es ist Welttag des Buches. Wie jedes Jahr haben wir uns an der Buchgutschein-Aktion beteiligt, bei der Schüler mit einem Gutschein das Büchlein „Ich schenk Dir eine Geschichte“ von uns geschenkt bekommen. Damit das alles etwas interessanter wird, gibt es dazu eine kleine Aktion in der Buchhandlung, wenn die Klassen vorbei kommen.

Natürlich hat man da schon etwas in der Schublade, von den Jahren zuvor oder auch den Lesekoffer-Aktionen. Dieses Jahr haben wir aber ein Problem mit den Rätseln aus dem Vorrat, drei der Besucherklassen waren auch schon wegen der Lesekoffer bei uns zu Besuch und kennen die Scherzfragen, den Mini-Krimi zum Miträtseln und die Bücherfragen also längst. Es musste spontan etwas Neues her, natürlich fiel uns das erst relativ spät auf. Weil wir momentan mit Renovierungsplanung auch ganz gut beschäftigt sind, der Wasserschaden hinterließ bleibende Spuren.

Guter Rat ist teuer, Rätsel entwerfen nicht. Buchstabensalat, Schätzfragen und Buchfigurenraten lassen sich recht schnell zusammen basteln. Beim Buchstabensalat müssen sie die durcheinander gewürfelten Buchstaben von bekannten Buchfiguren erraten. So weit so gut, es war aber doch gar nicht so einfach, Figuren ohne Doppelnamen zu finden, die auch noch möglichst bekannt sind. Das Sams war uns dann doch zu einfach. Beim Proberätseln war die Kollegin fast enttäuscht, dass ich ihren Asterix schneller erraten hatte, als sie die Stoppuhr auch nur starten konnte. Das X war einfach zu verräterisch.

Dann entwarfen wir Schätzfragen zu Büchern. Google war mal wieder unser bester Freund. Über so manche Antwort waren wir selbst erstaunt. Das größte Buch der Welt passt kaum an die Wand im Laden, wo die Kollegin seine Größe mit Klebeband markieren wollte, um den Kindern eine Vorstellung von der Größe zu geben. Das kleinste Buch der Welt hat dagegen locker auf meinem kleinen Finger Platz, auch gerne noch zwei nebeneinander. Und nein, ich habe keine Wurstfinger.

Zum Glück waren wir zu dritt. Wann immer wir zwei Rätsel-Entwerferinnen uns nicht einige über die Formulierung eines Satzes wurden, durfte die Auszubildende die entscheidende Stimme in die Waagschale werfen. Über meinen Vorschlag als falsche Antwortalternative zum meistgestohlenen Buch waren allerdings beide erst einmal gleichermaßen entsetzt. Am Ende fiel ihnen aber doch nichts Besseres ein. Mal sehen, wie viele Kinder „Die Bibel“ als das am häufigsten entwendete Buch ankreuzen.


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