Marlene Putsche: In Indien sind Bücher vor allem in ländlichen Gebieten Mangelware

Die folgenden fünf Fragen werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Marlene Putsche: In Indien sind Bücher vor allem in ländlichen Gebieten Mangelware

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Armedangels ist ein Eco- und Fair-Fashionlabel aus Köln. Wir produzieren Kleidung aus 100 % Bio-Baumwolle, sind Fairtrade und GOTS (Global Organic Textile Standard) zertifiziert. Nun stellt sich die Frage, was wir mit Büchern zu tun haben? Derzeit führen wir im Rahmen einer Charity-Aktion im Social-Media-Bereich eine Kampagne durch, die ganz viel mit Büchern zu tun hat. Mit jedem neuen Fan unserer Facebook-Seite www.facebook.de/armedangels
schenken wir bis zum 10. Mai unserem indischen Spendenpartner Pratham e.V. ein Buch. Leider ist es in Indien noch immer so, dass Bücher vor allem in ländlichen Gebieten Mangelware sind. Wir möchten unserem Partner Pratham e.V. bei diesem ganz aktuellen Problem helfen und gleichzeitig dort etwas tun, wo die Baumwolle unseres Labels herkommt.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Ein typischer Arbeitstag beginnt damit, den Computer hochzufahren und währenddessen einen starken Kaffee zu kochen. Im Anschluss daran kommen wir meistens zu einem kurzen Update im Team zusammen. Wieder zurück am PC gilt es die E-Mails zu lesen und zu beantworten. Weiter stehen pro Tag meistens 1-2 Termine und etliche Telefonate mit Medien oder Kooperationspartnern an. Die Arbeit bei armedangels bringt jeden Tag neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich, da in unserem sehr online affinen Arbeitsumfeld sehr viel passiert.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Wir sind in den vergangenen Jahren wesentlich professioneller und größer geworden. Wir haben in 2007 mit 6 verschiedenen T-Shirts und wenig Erfahrung angefangen. Mittlerweile haben sich aus fünf T-Shirts vier Kollektionen pro Jahr entwickelt und das Team ist gewachsen. Dabei mussten wir gut aufpassen, dass wir organisch wachsen und uns nicht übernehmen. Weiter ist es so und das ist auch gut so, dass unser Marktumfeld stark gewachsen ist und viele andere Labels auch im Bereich Nachhaltigkeit tätig geworden sind. Da gilt es für uns, dass wir unsere Vorreiterschaft gezielt und optimal nutzen müssen. Grundsätzlich freuen wir uns aber sehr über die Entwicklung. Je größer die Nachfrage in unserem Segment desto besser!

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Eco-Fashion muss sich heutzutage im Design mit konventionellen Labels messen können und trotzdem in der Produktion 100% nachhaltig arbeiten. Eine große Herausforderung und auf einige modische Details muss man nach wie vor verzichten, aber Kreativität entsteht oft erst aus Mangel an Möglichkeiten. Wir denken, dass uns die Kombination aus Design und Nachhaltigkeit ganz gut gelungen ist.

Wo finden wir Sie im Internet?

Unter www.armedangels.de und bei Facebook unter www.facebook.de/armedangels, wo ihr uns hoffentlich bei unserer Aktion „1 Fan = 1 Buch“ unterstützt, die noch bis zum 10. Mai läuft.

Bildquelle: Marlene Putsche

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