Cahal Armstrong über “Papyrus Autor” als hilfreiches Textverarbeitungs-Programm für Schriftsteller

Cahal Armstrong über "Papyrus Autor" als hilfreiches Textverarbeitungs-Programm für Schriftsteller Cahal Armstrong ist Indie-Autor (www.cahal.de) und berichtet uns hier über Werkzeuge und Instrumente, die das Autoren-Leben erleichtern können.

Mit Feder und Tinte … schreiben wir schon lange nicht mehr. Wer viel schreibt, womöglich seine erste Veröffentlichung plant oder bereits umgesetzt hat, wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein Textverarbeitungsprogramm nutzen, das er bereits kennt. Word oder Open Office sind die wohl meistgenutzten Programme dieser Art und bieten eine Vielzahl von Funktionen, die dem Büroanwender sehr nützlich sind.

Der kreative Schreiberling sehnt sich aber tief in seinem Herzen nach ein wenig mehr.

So ging es auch mir und nach langer Suche bin ich bei Papyrus Autor gelandet. Warum ich diese Textverarbeitung so gut finde, möchte ich anderen Vielschreibern gerne näherbringen.

Das Schreiben langer Texte, also solcher Texte, die sich über mehrere hundert Seiten erstrecken, bleibt immer eine Herausforderung. Romane zu schreiben ohnehin. Und man muss sich nicht schämen, wenn man klar sagt, dass man dabei die Unterstützung einer guten Textverarbeitung sucht. Schriftsteller sind schließlich keine Wunderkinder, auch wenn diese Meinung in deutschen Köpfen einzementiert scheint, sondern normale Menschen, die einem Beruf nachgehen und dabei gewisse Ansprüche an ihr Arbeitsgerät haben (dürfen). Niemand setzt sich hin und kritzelt einen Bestseller auf einen Schreibblock, genüsslich an einer Tasse Cappuccino nuckelnd, während die Passanten auf den sommerlich erwärmten Kopfsteinpflastern (wahlweise in Rom oder Paris) vorüberziehen, um dann – 23 Monate später – in der Einsamkeit seiner skandinavischen Winterresidenz dem Jahrhundertwerk den letzten Schliff zu geben.

Schreiben ist harte Arbeit, Bildschirm, Tastatur und ständige Vernetzung sind die Realität.

Die Auswahl deutschsprachiger Software speziell für Autoren ist naturgemäß sehr dünn. Im Grunde stolpert man sofort über Papyrus Autor. Es gibt eine Reihe von weiteren Textverarbeitungsprogrammen aus dem englischsprachigen Raum, doch wie sinnvoll das Schreiben deutscher Texte mit solchen Programmen ist, möchte ich hier nicht diskutieren, vielmehr möchte ich gleich einen Blick auf Papyrus Autor (PA) werfen.

Warum überhaupt von der gewohnten Software wechseln?

Die wichtigsten Argumente aus meiner Sicht in Kurzform:

  • einzigartige Integration vom neuesten Duden Korrektor mit zahlreichen Optionen (nicht vergleichbar mit den Plug-ins – viel besser!)
  • Stilanalyse (Wortwiederholungen, lange Sätze)
  • Lesbarkeits-Einschätzung
  • Abgabetermin-Anzeige mit Fortschrittsbalken (Deadline)
  • vernünftiges Scrollen über viele Seiten
  • Klemmbrett-Funktion für virtuelle Notizzettel auf dem Bildschirm
  • Charakter-Datenbank für die Beschreibung der Personen
  • freie Datenbank für weitere Infos
  • Normseiten (korrekt!) auf Knopfdruck
  • ePubs auf Knopfdruck (danach ist es ein kurzer Weg bis zum Kindle-eBook)
  • Navigator mit Übersicht der Kapitel und weiterer Informationen
  • Schlüsselszenen und Kommentare im Text anlegen
  • Textteile mumifizieren
  • hohe Geschwindigkeit

Die Liste ist aus meiner Sicht geschrieben, wer sucht, findet sicher noch weitere Vorteile. Übrigens steht PA ansonsten den anderen Programmen in nichts nach – es kann einfach mehr, insbesondere für Vielschreiber.

Wie gut die Software ist, kann man mit der kostenlosen Demo-Version kaum erfahren, aber man erhält wenigstens einen ersten Eindruck. Ich arbeite jetzt seit Version 4 und bin mit der aktuellen Version 5 sehr zufrieden, sind hier doch noch einige Funktionen und Aufwertungen hinzugekommen, die das Arbeiten noch einfacher machen.

Der bekannte Schriftsteller Andreas Eschbach arbeitet ebenfalls mit Papyrus Autor und gibt auf seiner Webseite Tipps dazu. Es besteht wohl auch ein guter Draht zwischen Eschbach und R.O.M, was aufgrund der reichhaltigen Erfahrung des erfolgreichen Schriftstellers zu vielen Verbesserungen des Programms geführt hat.

Wer es mit dem kreativen Schreiben ernst meint, sollte sich diese Software einmal anschauen, es lohnt sich auf jeden Fall. Ich möchte jedenfalls kein anderes Schreibwerkzeug mehr für meine tägliche Arbeit nutzen.


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