Andreas Leffler: Die Idee, einen Verlag zu gründen, entstand während meines BWL-Studiums

Die folgenden fünf Fragen werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Andreas Leffler: Die Idee, einen Verlag zu gründen, entstand während meines BWL-Studiums

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Andreas Leffler. Ich betreibe seit 1999 den Andreas Leffler Medienverlag. Die Idee, einen Verlag zu gründen, entstand während meines BWL-Studiums. Eigentlich hatte ich nicht vor, den Verlag nach dem Studium fort zu führen, aber es wurde irgendwie ein Selbstläufer. Zunächst fokussierte ich mich auf Kampfsportbücher von mir selbst und ein oder zwei anderen Autoren. Dann experimentierte ich ein wenig mit verschiedenen Richtungen, heute jedoch haben wir im Wesentlichen die Gebiete Kampfkunst, Mittelalter und Fantasy im Programm, wobei Fachbücher den größeren Anteil ausmachen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Grundsätzlich lassen sich meine Arbeitstage in drei typische Modelle einteilen, die auf die meisten meiner 7 Wochentage zutreffen. Möglichkeit 1: Ich sitze in meinem Büro zuhause, umgeben von Monitoren und Rechnern und erledige Abrechnungen, E-Mail und andere Korrespondenz, telefoniere, versende Pakete (kurzer Ausflug zur Post damit ich mal frische Luft schnappe), kümmere mich um Werbung oder Projekte. Möglichkeit 2: Ich fahre zu meiner Grafikerin in deren Homeoffice etwa 30 km entfernt und wir arbeiten zusammen an einem aktuellen Projekt. Möglichkeit 3: Ich schreibe selbst, dann bin ich entweder mit meinem Laptop in meiner heimatlichen Lese- und Bibliotheksecke, oder ich sitze im Wohnzimmer und gucke in den Garten oder aber ich bin irgendwo hin gefahren, um dort zu schreiben. (Bevorzugt zum Schreiben sind bei mir düsteres Wetter, Herbst und Winter.)

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Die Arbeit hat sich seit meinem Beginn 1999 ganz wesentlich verändert. Abgesehen davon, dass ich mit mehreren externen Personen zusammen arbeiten darf (am Anfang war ich ein Einzelkämpfer), realisieren wir auch kleinere Filmprojekte wie unseren eigenen Spielfilm “Die Tempelherren” in den Jahren 2007-2009, oder wir setzen uns mit dem Thema eBook auseinander, ein Markt, den wir bis zu diesem Jahr sträflich vernachlässigt hatten. In letzter Zeit haben wir aber viel Zeit mit meinem aktuellen Lieblingsprojekt verbracht, einem Kampfkunstmagazin. Letzteres hat den Namen Warrior Magazin und die erste Ausgabe steht kostenlos unter www.warrior-magazin.de zum Download bereit. In meinen Augen wurde der Buchmarkt in den letzten Jahren sehr viel komplexer und schwieriger zu durchschauen. Das Internet kostet den Verlag traditionelle Buchkäufer vor allem im Bereich Fach-Sportbuch, andererseits bietet es auch viele Möglichkeiten, um sich und seine Arbeit zu präsentieren. Das bedeutet, dass man ständig auf “vielen Hochzeiten tanzen muss” und sich mit vielen Dingen, wie z.B. den sozialen Netzwerken beschäftigen sollte.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Als kleiner Verlag haben wir immer Probleme, genügend Aufmerksamkeit für unsere Projekte und Produkte zu bekommen. Verglichen mit den großen “Mitbewerbern” haben wir ein vernichtend kleines Werbebudget und sind dann natürlich auch nicht in den “Premiumplätzen” in den Buchhandlungen zu finden. Besonders schwer wiegt dieser Nachteil bei Romanen. Aber selbst bei unserem neuen Magazin, welches wird gerade auch noch kostenlos anbieten, müssen wir um jeden Leser kämpfen. Nicht weil es schlecht wäre, sondern weil wir einfach die Interessenten erreichen müssen. Für meinen neuen Roman, ein historischer Roman, drehen wir deshalb gerade sogar einige Trailer fürs Internet.

Wo finden wir Sie im Internet?

Bei Interesse finden Sie uns unter www.al-medienverlag.de und unser Magazin gibt es bei www.warrior-magazin.de! Natürlich haben wir auch Facebookgruppen mit den Namen ALMV (für den Verlag), Warrior Magazin für das Magazin und Die Tempelherren für den Film.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Andreas Leffler


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