Alexander Karl: Schreiben ist auch ein Handwerk und vielleicht noch etwas mehr ein Glücksspiel

Die folgenden fünf Fragen werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Alexander Karl: Schreiben ist auch ein Handwerk und vielleicht noch etwas mehr ein Glücksspiel

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Alexander Karl, ich bin Student – und Schriftsteller. Bereits mit 16 Jahren habe ich mit meinem Jugendroman „Real me – Die Suche nach dem wahren Ich“ begonnen. Eigentlich wollte ich mich während einer langweiligen Unterrichtsstunde nur etwas ablenken und habe eine Geschichte auf meinen Collegeblock geschrieben. Die seitdem deutlich überarbeitete Version erscheint dieses Jahr im Frühjahr/Sommer im Papierfresserchens MTM-Verlag.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Ich lebe nicht vom Schreiben – es wäre aber ein Traum, das eines Tages zu können. Ein typischer Tag beinhaltet daher vor allem viel Arbeit für die Uni und meinen Nebenjob: Ich betreue den medienkritischen Blog der Medienwissenschaft in Tübingen. Wann immer es sich aber anbietet, blogge ich über „Real me“, schreibe an Büchern oder Kurzgeschichten oder versuche, Stück für Stück Fuß im Buchmarkt zu fassen.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Schreiben ist und bleibt für mich eine Leidenschaft. Waren meine ersten Gehversuche aber früher noch sehr unsicher, weiß ich mittlerweile, wie der Buchmarkt funktioniert und habe meine Naivität abgelegt. Nur, weil man ein Buch schreibt, kann man noch lange nicht von einer Veröffentlichung ausgehen, geschweige denn davon, vom Schreiben leben zu können. Schreiben hat viel mit Kreativität zu tun, aber es ist auch ein Handwerk und vielleicht noch etwas mehr ein Glücksspiel.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Ich träume davon, einen Bestseller zu schreiben. Und damit wären wir wieder beim Glücksspiel: Der Zeitpunkt und das Thema muss richtig sein, eine Agentur und ein Verlag müssen an einen glauben. Und natürlich müssen die Leute das Buch mögen. Dass das alles zusammenkommt, ist wie der berühmte Sechser im Lotto. Aber ich werde es weiter probieren: Ich habe noch viele Ideen, das Internet eröffnet viele Möglichkeiten, die es nur zu nutzen gilt. Ich glaube, dass durch Enhanced-Books ein toller neuer Markt entsteht, den man sehr kreativ nutzen kann. Als Medienwissenschaftler bringe ich dafür gute Voraussetzungen mit.

Wo finden wir Sie im Internet?

Es gibt einen Blog zu meinem Jugendroman „Real me – Die Suche nach dem wahren Ich“: www.realmebuch.wordpress.com. Außerdem gibt es eine Seite auf Facebook. Wer mich persönlich kennen lernen und lesen hören möchte, kann dies am 18.3.2012 auf der Leipziger Buchmesse. Wann und wo genau, erfährt man – na klar – auf dem Blog oder bei Facebook. Übrigens: „Real me“ kann schon vorbestellt werden.

Bildquelle: Alexander Karl
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