Sven Trautwein: Ich bin seit 1998 im Internet und mit dem Thema Bücher dort unterwegs

Sven Trautwein
Sven Trautwein

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Hallo Zusammen, mein Name ist Sven Trautwein. Ich bin seit 1998 im Internet und mit dem Thema Bücher dort unterwegs. Auf literature.de begann ich mit einer reinen Textsammlung unbekannter Autoren. Mit den Texten enstanden in den ersten zwei Jahren sechs Anthologien, drei davon beim Müchener yedermann Verlag.

Seit 11 Jahren entwickelte sich die Seite immer mehr zu einem Literaturportal mit täglichen Buchbesprechungen, Interviews und monatlichen Schwerpunktthemen. Zur Zeit kann man in rund 10.000 Buchbesprechungen stöbern. Das jüngste Projekt ist bookface.de – gib Büchern (d)ein Gesicht. Es ist mein derzeitiges Lieblingsprojekt rund ums Buch. Dort beschäftige ich mich mit der Bündelung von Videoinhalten aus diesem Bereich. Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse konnte ich interessante Autoren und Buchmenschen in Livestreams interviewen. Dieser Bereich wird in den kommenden Monaten ausgebaut und um weitere Funktionen, auch für mobile Endgeräte, ergänzt.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Zu allererst werden die eingegangenen Rezensionen der Redakteure durchgeschaut, zeitnah bearbeitet und auf literature.de und der Facebook-Seite, sowie via Twitter veröffentlicht. Danach wird an den monatlichen Schwerpunktthemen gearbeitet, ein neues Video aufgenommen und an neuen Funktionen für ein neues Projekt für Bücher im Netz gearbeitet.

Am Nachmittag werden E-Mail-Anfragen beantwortet und alle 14 Tage gibt es Nachschub für die Redakteure. Auch Twitter und Facebook nehmen einen Teil des restlichen Arbeitstages ein.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Die Verlage haben in der letzten Zeit die sozialen Netzwerke und das Internet im Besonderen schätzen gelernt. Die Vernetzung mit anderen Mitstreitern aus der Branche macht diesen Bereich zu einem interessanten Betätigungsfeld. Jedoch nimmt die Informationsflut immer mehr zu. Diese zu kanalisieren schluckt manches Mal viel kreative Zeit.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Verlage denken immer noch zu papiergebunden. Das Internet galt für viele bis vor kurzem als schwarzes Tuch oder ein Buch mit sieben Siegeln, je nachdem wie man es sehen möchte. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Viele lesenswerte Bücher gehen in dem immer stärker werdenden Medienrauschen unter. Die Zeit für eine genaue Auseinandersetzung mit dem Werk und dem dahinterstehenden Autor wird immer schwieriger. Hier suche ich nach Lösungen, dass dies nicht noch weiter zunimmt.

Wo finden wir Sie im Internet?

Zu finden sind die Seiten unter http://www.literaturnetz.com und http://www.bookface.de
Twitter: http://www.twitter.com/literature_de und http://www.twitter.com/bookface_de
Facebook: http://www.facebook.com/pages/literaturede/74961013007
XING: https://www.xing.com/profile/Sven_Trautwein2

Bildquelle: Sven Trautwein
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Diese fünf Fragen werden regelmäßig von interessanten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.


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