Simone Dalbert: Vorsicht, ansteckend!

Simone Dalbert

Simone Dalbert (www.papiergefluester.com) kann nicht ohne Bücher. Als Buchhändlerin bringt sie ihre Lieblinge täglich in Umlauf und steckt Kunden mit ihrer Begeisterung an. Hier gewährt sie uns nun Einblicke in die Welt des Buchhandels, die hinter den Kulissen die eine oder andere Kuriosität zu bieten hat.

Seit wir Riesenmikroben im Sortiment führen, kommt es immer mal wieder zu seltsamen Situationen. Riesenmikroben sind vergrößerte Bakterien, Viren und Zellen, aus Plüsch und mit großen Kulleraugen. Biologisch halbwegs korrekt an der tatsächlichen Zellform orientiert, jede bringt eine kleine Beschreibung mit, wo sie lebt und was sie so mit einem anstellen kann.

Die kleinen Riesen sind wirklich goldig und werden gerne verschenkt. Zur Prüfungszeit ist die Gehirnzelle sehr gefragt, zur Hochzeit wird gerne mal eine Eizelle zusammen mit einem Spermium gekauft. Weniger nett gemeint ist wahrscheinlich eine verschenkte Fettzelle.

Am Telefon kommt es unter Kollegen dann schon mal zu Missverständnissen. So antwortete mir zum Beispiel eisiges Schweigen, als ich meinen Kollegen fragte, ob er die Schlafkrankheit hätte. Als ich dann „Als Riesenmikrobe“ nachschob bekam ich auch wieder eine Antwort. Der Kollege hatte mich im Verdacht, ihn wegen seiner vermeintlichen Langsamkeit aufzuziehen.

Bei anderen Gesprächen möchte man für eventuelle Zuhörer am liebsten ein Schild hochhalten: „Wir sprechen über Plüschtiere!“ Zum Beispiel als mein Kollege mich anrief und fragte, ob ich eine Syphilis für ihn hätte. Das musste ich verneinen, bot ihm aber einen Tripper an. Worauf der Kunde im Hintergrund meinte: „Danke, den habe ich schon!“

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