Daniela Matijevic: Ich bin Präsidentin des Deutschen Veteranenverbandes e.V.

Daniela Matijevic
Daniela Matijevic

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Daniela Matijevic, ich bin Autorin des Buches “Mit der Hölle hätte ich leben können” und schreibe einen Blog, der sich mit allen Themen beschäftigt, die mir gerade über den Weg laufen. Des Weiteren schreibe ich als freie Redakteurin für verschiedene Formate.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Durch das große mediale Interesse an meinem Buch, seiner Position auf Amazon und an meiner Funktion als Präsidentin des Deutschen Veteranenverbandes e.V. – basierend auf den großen Umstrukturierungen in der Bundeswehr und der Veteranenpolitik, die sich im Wesentlichen jetzt erst entwickelt – ist Zeit zu einem sehr kostbaren Gut in meinem Leben geworden. Gerade auch mein Veteranenverband, den ich im letzten Jahr gründete und den ich mit den Einnahmen finanziere, ist Grund dafür, dass ich immer seltener Zeit für meine eigentliche Passion, das Schreiben, finde. Es ist unfassbar, wie viele Emails mich erschlagen, wenn ich meinen Account öffne.

Ich verbringe momentan sehr viel Zeit in Interviews, habe bei Lesungen teilweise bis zu 11 Termine am Tag und bin natürlich rund um die Uhr für meinen Verband erreichbar; das alles macht es schwierig, meinem Schreibwahn nachzugehen, den ich vor allem in meinem Blog auslebe. Im Grunde habe ich niemals damit gerechnet, dass es zu so einem Interesse kommt, doch für die Veteranensache ist es mehr als positiv. Es war niemals wichtiger sich Gedanken über Kriegsheimkehrer zu machen.

Mir fehlt allerdings das Potential abzuheben. Ich bin ein sehr unproblematischer Kumpeltyp. Wenn mich mein Verlag in einem Edelhotel einbucht, habe ich danach das Bedürfnis zu campen. 🙂 Böse Zungen behaupten, ich sei ein sehr lustiger Mensch. Das war so und das wird immer so bleiben. Kein Wunder, ich bin ja auch Sternzeichen Clown.

Solange ich noch immer derselbe Mensch bin, der mit ihrem Neffen in den Freizeitpark geht und Achterbahn fährt; solange ich dieselbe bin, die mit ihrer Nichte Musiktipps austauscht, kann ich behaupten, hat mich der ganze Rummel nicht verändert.

Es gibt aber auch Menschen, die einen Großteil meines Zeitproblems regulieren. Gott sei Dank stellt mir der Heyne Verlag ein ganz tolles Team an die Seite, das sämtliche Anfragen für mich verwaltet und die Planung für Veranstaltungen übernimmt. Überhaupt fühle ich mich bei Heyne unendlich wohl. Es ist in etwa so was wie eine Zweitfamilie.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Die Recherche nimmt leider Gottes das Gros eines guten Artikels in Anspruch. Hinreichend gute Kontakte helfen da immer weiter. Bin also immer für neuen Input dankbar 😉

Es läuft folgendermaßen ab:

Ich interessiere mich für ein Thema und beginne erst im Internet zu recherchieren. Man stößt auf Namen, die Auskunft zum gewünschten Thema geben könnten und muss diesbezüglich erst einmal intervenieren, ob es möglich ist, an einen Gesprächstermin zu kommen.

Ich bin eher der Mensch, der einfach ganz unprätentiös anruft oder mailt und mit einer ehrlichen und offenen Frage ein Gespräch beginnt, das nicht selten in einer interessierten und freundlichen Plauderei endet und zu einem weiterführenden Kontakt führt. Jedoch sind Kontakte, die man bei Fernsehauftritten oder in Interviews knüpft, Gold wert. Auf diese kann man natürlich am unkompliziertesten zurückgreifen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Meine offizielle Homepage findet man unter www.danielamatijevic.de, meinen Blog unter www.danielamatijevic.wordpress.com und meinen Verband unter
www.deutscher-veteranenverband.de

Bildquelle: Kay Blaschke
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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.


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