Daniel Kohlhaas: Werbung ist und bleibt auch eine Sache des Autors

Daniel Kohlhaas
Daniel Kohlhaas

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Daniel Kohlhaas und ich habe am 15.02.2011 meinen zweiten Thriller veröffentlicht. Dieser wird im AAVAA-Verlag publiziert und trägt den Titel „Amygdala“. Darin geht es um Jan König, der Nachts von einer Unbekannten angerufen wird, die ihm sagt, dass er seine Freundin Lena finden müsse, sonst werde diese sterben. Lena verschwindet schließlich spurlos und so macht sich Jan auf die Suche nach ihr. Dabei stößt er auf alte Erinnerungen, die besser für immer verschlossen geblieben wären.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Die grundlegendste Änderung war die, dass ich angefangen habe, auf dem Computer zu schreiben. Vorher habe ich alle Geschichten handschriftlich verfasst. Das hört sich jetzt aber an, als sei ich über 80, daher sollte ich auf diese Frage etwas anderes antworten….ja, da kommt mir natürlich das Internet in den Sinn. Ein Ort, der einem eine Unmenge an Informationen bietet, die jedoch sorgfältig ausgewertet werden müssen und in denen man sich auch verlieren kann. Zudem kommt dazu, dass ich diesen Ort natürlich auch ausgiebig nutze, um Werbung für mich und meine Bücher zu machen. Denn dort ist es möglich, mit relativ wenig Aufwand viele Menschen zu erreichen. Jedoch stellt sich auch hier die Frage, wie gut man seine Zielgruppe erreichen kann?

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Ungeduld! Ich hasse es, wenn ich es nicht schaffe, die Spannung auf der gleichen Ebene hoch zu halten, aber auch noch nicht möchte, dass das Kapitel an dieser Stelle endet. Dann werde ich ungeduldig, formuliere um oder auch neu. Das kann dazu führen, dass ich den Schreibprozess abbreche, weil ich dann die Lust verliere.

Natürlich ist auch hier zu nennen, dass ich immer wieder nach neuen Wegen suche, wie ich mein Buch bewerben kann. Der Verlag ist noch jung und relativ klein, daher sind nicht die finanziellen Mittel da, die ein großer Publikumsverlag zu bieten hat. Werbung ist und bleibt auch eine Sache des Autors und ich investiere auch viel Zeit darin, da ich alles versuchen möchte, mein Buch gut zu bewerben und neue Leser zu finden. Daher führte mich der Weg auch zu dieser Website und zu diesem Interview. Das Internet bietet unfassbar viele Möglichkeiten und ich probiere vieles aus und hoffe, dass ich dadurch mich als Autor und meine Bücher bekannter zu machen. Zu erwähnen sind an dieser Stelle die sozialen Netzwerke wie Facebook, Wer-kennt-wen oder auch MeinVZ. Ich versuche, mich in Büchergruppen vorzustellen und mein Buch zu bewerben, ebenso in den zahlreichen Bücherforen wie Lovelybooks oder Buechertreff. Auch Amazon bietet die Möglichkeit in einem Unterforum zu posten. Dort biete ich meist eine kostenlose Leseprobe und die Verlosung eines Buches an und es melden sich meist 30-40 Menschen, die eine Leseprobe wünschen. Aber auch abseits der virtuellen Welt, in der Realität muss man viel tun, Lesungen und Besuche von Buchhandlungen, Plakatdruck, Flyerdruck, Website gestalten und Buchtrailer herstellen. Es ist viel Arbeit, aber ich denke, dass man auch in einem Großverlag nicht ohne Zutun und Glück nach vorne kommt. Zudem schreibe ich natürlich die lokalen Medien an und hoffe auf eine Berichterstattung.

Wo finden wir Sie im Internet?

Mich findet man unter www.daniel-kohlhaas.de. Ich bin aber auch auf Facebook oder bei Wer-kennt-wen.de mit einer Gruppe vertreten. Den Verlag und dessen Shop findet man unter www.aavaa-verlag.de bzw. www.aavaa.de. Das Buch ist dort in vier Versionen erhältlich, als Mini-Buch, Normales TB oder als TB mit extra großer Schrift. Dazu wird das Buch auch als eBook veröffentlicht und ist dort in unterschiedlichen Datei-Versionen herunterzuladen.

Bildquelle: Daniel Kohlhaas
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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.


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