Carsten Drecoll: Vom Buchhändler vor Ort würde ich mir mehr wünschen als nur die Bestellung der Random-House-Palette

Carsten Drecoll: Vom Buchhändler vor Ort würde ich mir mehr wünschen als nur die Bestellung der Random-House-Palette

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Carsten Drecoll, 43. Seit 2004 arbeite ich als selbstständiger Verlagsdienstleister (Redaktion, Projektmanagement, Lektorat). 2006 habe ich den Carsten Drecoll Verlag gegründet, der neben Wissenschaft und Sachbuch nun auch Krimis/Thriller publiziert. In meinem Verlag veröffentliche ich meine eigenen Bücher, aber auch die Texte anderer Autoren, die ich kenne und gut finde. Die Mehrheit der Bücher konnte auch tatsächlich Gewinn erzielen, wenngleich natürlich noch keine großen …

Mit dem Titel „Der Senator – ein Alec-Burton-Roman“ (ISBN 978-3-939380-04-7) konnte ich im Juni meinen ersten eigenen Thriller publizieren und freue mich seither über jede Leserin/jeden Leser.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Immer gleich: Vormittags ist Auftragsarbeit für andere Verlage und Marketing für meinen Verlag fällig. Nachmittags wird eher Kommunikation betrieben und dann selber geschrieben. Wie lange das geht, hängt von der Kondition ab. Da ich als Dienstleister ein eigenes Büro in Freiburg unterhalte, arbeite ich also nicht zu Hause. Der Arbeitseffizienz kommt das sehr zugute.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Der Buchmarkt ändert sich rasant, sowohl was die Auftragslage (und Verdienstmöglichkeiten) von Dienstleistern angeht (die immer schlechter bezahlt werden), als auch was die Herstellungs- und Vertriebsstrukturen angeht. Wie das E-Book den Markt verändert wird, kann heute noch keiner sagen, ich glaube aber, dass es die traditionellen Machtstrukturen zwischen Autoren, Lesern, Buchhandel und Verlagen verändern wird – zugunsten von Autoren und Lesern.

Seit Mai gibt es meinen Titel „Der Senator – ein Alec-Burton-Roman“ auch als E-Book und ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich damit machen werde (978-3-939380-03-0 auf www.ciando.com).

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Man muss sich immer wieder neu anpassen. Als Kleinverleger liegt das größte Problem für mich im doch noch sehr traditionell denkenden stationären Buchhandel. In diese „Points of Sale“ hineinzukommen, verlangt viel Werbung und intensive Überzeugungsarbeit. Vom Buchhändler vor Ort würde ich mir mehr wünschen als nur die Bestellung der Random-House-Palette.

Wo finden wir Sie im Internet?

Unter www.carsten-drecoll-verlag.de, als Dienstleister unter www.lektorat-drecoll.de und auf facebook unter Carsten Drecoll. Ich freue mich über jeden Besuch!

Bildquelle: Carsten Drecoll

Diese fünf Fragen werden regelmäßig von interessanten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.

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