André Kleinsorgen: Ich bin verantwortlicher Produktmanager der neuen Data-Becker-Reihe “iKnow”

André Kleinsorgen
André Kleinsorgen

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich habe als studierter Kommunikationswissenschaftler Mitte der 90er Jahre bei DATA BECKER als Werbetexter begonnen. Mein beruflicher Bezug zu Büchern bestand zunächst darin, zu ihrer erfolgreichen Vermarktung beizutragen – über die Konzeption und Realisierung von Anzeigenkampagnen, Plakaten, Mailings und später auch Newslettern, Shoptexten und anderen Onlinemarketingmaßnahmen. Im Zuge von verlagsinternen Umstrukturierungsmaßnahmen wurde ich dann im Sommer des vergangenen Jahres – zwischenzeitlich Teamleiter Werbung – mit der Mission betraut, eine innovative Anwenderbuchreihe zu entwickeln, deren Themenspektrum über den klassischen PC-/IT-Bereich hinausgeht. Nach einer rund zweimonatigen Konzeptionsphase wurde die iKnow-Reihe ins Leben gerufen. Im Spätherbst 2010 machten sich elf ausgewählte Autoren ans Werk. Seitdem lese ich als Senior-Produktmanager (unterstützt von meiner Kollegin Sandra Propson) Woche für Woche einige hundert Seiten Manuskript, teilweise sogar am Wochenende zuhause. Parallel arbeiten wir an den Titeln für die nächsten iKnow-Staffeln, mit denen wir uns noch einen Schritt aus dem klassischen Revier von Data Becker fortbewegen. Zur Entspannung liegen auf meinem Nachttisch dennoch weitere Bücher: im Moment T.C. Boyle („Frauen“), Tommys Jaud („Hummeldumm“) und Jonathan Franzen („Freiheit“).

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Durch den Wechsel aus dem Marketingdepartment in den Buchverlag hat sich mein Aufgabenbereich natürlich radikal gewandelt. Während ich in den vergangenen Jahren für die Vermarktung des gesamten Data-Becker-Sortiments zuständig gewesen bin, trage ich jetzt die Verantwortung für die komplette Realisierung einer Buchreihe – von der Ideenfindung über die Konzeption, Autoren-Akquise und Texterstellung bis hin zur Produktion und natürlich der Vermarktung. Bei letzterem kommt mir natürlich mein Werbe- und Marketing-Know-how zugute. Aktuell bereiten wir neben der iKnow-Website, Fanseiten auf Facebook und Twitter, Werbematerial für den Buchhandel (Plakate, Prospekte, Anschreiben) sowie eine Werbekampagne in ausgewählten Zeitschriften und Onlinemedien vor. Sehr interessant finde ich es, den aktuellen Prozess aus zwei Perspektiven (Marketingdepartment/Buchverlag) wahrnehmen zu können, was meines Erachtens zu guten Ergebnissen führt und die Arbeit ungemein erleichtert.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Die Tage sind momentan zu kurz, um alle Aufgaben bewältigen zu können. Ohne die Unterstützung meiner Kollegin Sandra Propson könnte ich das Pensum nicht schaffen. Schwierig ist es auch, zwölf und mehr Projekte parallel zu managen und sich nebenbei um Dinge wie Titelschutz, Covergestaltung, Social Media Marketing, Akquise neuer Autoren, Konzeption neuer Themen und Titel sowie andere allgemeine Verlagsaufgaben zu kümmern.

Wo finden wir Sie im Internet?

Ich bin natürlich – wie viele meiner Freunde, Kollegen und Autoren – täglich in den Social Networks Facebook und Twitter unterwegs und präsent, komme aber aktuell kaum zum zwitschern und posten. Auf der Suche nach neuen Autoren habe ich auch das Business Netzwerk XING kennen und schätzen gelernt. Hier habe ich einen Großteil „meiner“ Autoren gefunden. In Kürze finden Sie mich bzw. mein Projekt auch unter www.iknow.de sowie auf Facebook und Twitter.

Bildquelle: André Kleinsorgen
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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.


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