Heike Barz-Lenz: Mein oberstes Ziel ist es, kaufmännische Fragen und Probleme leicht verständlich darzustellen

Heike Barz-Lenz

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich bin Heike Barz-Lenz und Bücher sind schon immer sehr wichtig für mich gewesen. Ich bin Diplom-Kaufmann und Autorin von Sachbüchern, und schreibe rund um kaufmännische Themen. Es war ein Traum, irgendwann einmal ein Buch zu schreiben, wobei ich da zunächst nicht an berufsbezogene Themen gedacht habe. Doch sich mit Zahlen auseinanderzusetzen ist immer wieder der ungeliebte Teil einer Selbstständigkeit, und genau hier liegt mein Ansatzpunkt, das kaufmännische Packeis zu brechen.

Im Jahr 2006 habe ich dann meinen Traum vom eigenen Buch mit der Publikation meines Erstlingswerkes „Geschäftssinn entwickeln!“ mit dem R.G. Fischer Verlag tatsächlich verwirklicht. Zu dem Zeitpunkt war auch noch völlig unklar, dass weitere Bücher rund um den kaufmännischen Aufgabenbereich folgen würden. Inzwischen ist nun eine ganze Trilogie in Buchformat entstanden, denn es folgte 2008 der Ratgeber „Kleines 1×1 für schwarze Zahlen“ und 2009 „Schmelze den Eisberg!“ Der etwas andere Weg zu kaufmännisch orientiertem Denken. Beide erschienen beim August von Goethe Literaturverlag.

Mein oberstes Ziel ist es, kaufmännische Fragen und Probleme leicht verständlich darzustellen und so vorhandene Blockaden zu beseitigen. Wer möchte, kann sich auch persönlich von mir beraten lassen.

Wie verändern die digitalen Medien bzw. das Internet Ihre Arbeit?

Autorenarbeit findet hauptsächlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Für mich ist das Internet deshalb eine Verbindung zur Außenwelt, hier finde ich Anregungen, Kontakte können schnell hergestellt werden, hier kann ich auch recherchieren.

Leider “kämpfe” ich auch immer wieder mal mit der Technik, kann mich aber bei erfolgreicher Lösung des Problems um so mehr darüber freuen. Zum Beispiel bei Blogbeiträgen Bilder hochzuladen und funktionierende Links einzusetzen. Ich benötige dafür immer eine genaue “Gebrauchsanweisung” . Das bedeutet, die Vorgehensweise genau Schritt für Schritt zunächst aufzuschreiben und dann am PC umzusetzen. War die Umsetzung erfolgreich, klappt es später auch aus dem Gedächtnis.

Eine große Herausforderung war die Vorbereitung meiner Lesung im Deutschen Literaturfernsehen. Nur durch die große Unterstützung meiner Tochter konnte dieses Video in Eigenproduktion entstehen. So konnte ich eigene Vorschläge und Ideen einbringen, und bei der technischen Entwicklung zuschauen. Das macht dann natürlich besonderen Spaß.

Ein komplettes Buch am Bildschirm zu lesen, kann ich mir jedoch überhaupt nicht vorstellen. Das gebundene Buch wird für mich immer seine Daseinsberechtigung behalten.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

In meiner beruflichen Praxis musste ich immer wieder feststellen, wie unsensibel und ablehnend mit den kaufmännischen Aufgaben in einer Selbstständigkeit umgegangen wird. Dieser Abneigung arbeite ich entgegen und versuche sie abzubauen. Daraus ist meine Zielsetzung entstanden, kaufmännische Grundlagen zu vermitteln, Zusammenhänge herzustellen und auch auf steuerliche Konsequenzen hinzuweisen.

Über eine individuelle Titelgestaltung versuche ich die Aufmerksamkeit für meine Bücher zu wecken. Gerade bei einem so trockenen Thema ist der erste visuelle Anreiz sehr wichtig, um einen Leser für sich zu gewinnen. Aufgrund dieser Überlegungen haben sich auch die Eisbären auf meinen Büchern niedergelassen.

Wo finden wir Sie im Internet?

www.barz-lenz.de
E-Mail: info@barz-lenz.de

Bildquelle: Heike Barz-Lenz

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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.

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