Dirk Radtke: Mein Buch verursacht Schlafstörungen sowie in vielen Fällen eine Abneigung gegen Leberwurst

Dirk Radtke
Dirk Radtke

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Dirk Radtke, ich bin 43 Jahre alt, verheiratet, und komme aus dem Ruhrgebiet. Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit als Landschaftsgärtner gilt meine Freizeit dem Lesen und der für mich daraus folgenden Konsequenz, selber als Autor tätig zu werden. Nach dreijähriger Lernzeit verfasste ich mein erstes Werk „Vernissage“, welches vom Berliner Verlag Periplaneta im April 2009 veröffentlicht wurde. Keine gängige Kost, welche den Leser allabendlich mit ein paar Seiten einlullender Lyrik versorgt. Das Buch verursacht eher Schlafstörungen sowie in vielen Fällen eine Abneigung gegen Leberwurst.

Im Sommer 2010 wird mein zweiter Roman „Vergeltungsschlag“ erscheinen. Die sozialkritisch verwurzelte Geschichte behandelt den Lebenslauf eines Amokläufers, und endet dort, wo die Bluttat beginnt. Wer also Splatter erwartet, sei nicht enttäuscht, keinen beschrieben vorzufinden. Obwohl die Story durchaus als grausam bezeichnet werden kann. Zudem erhielt ich kompetente Unterstützung vom Jugendamt, mit dessen Hilfe ich einige Kapitel authentischer gestalten konnte.

Derzeit ist das dritte Buch in voller Planung, welches sich im Genre „Thriller/Horror“ bewegen wird.

Wie verändern die digitalen Medien bzw. das Internet Ihre Arbeit?

Da ich in Zeiten vor dem Internet nie als Autor tätig gewesen bin, kann ich von keiner Veränderung sprechen, weil ich den Unterschied nicht kenne. Ich denke aber, dass es via Internet einfacher geworden ist, Recherchen für die Arbeit durchzuführen. Was früher vielleicht aufwendiger Schreibkram war, ist heute mit wenigen Klicks erledigt. Dazu gibt es eine sehr hilfsbereite Community, die Tipps liefert, und für Fragen offen und schnell erreichbar ist. Letztendlich habe ich über dieses Medium den geeigneten Verlag gefunden, der mein Debüt als Autor überhaupt ermöglicht hat.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Die richtigen Wörter und die lesbarsten Satzstellungen zu finden. In den Rohfassungen meiner Werke ist zunächst nur Inhalt lesbar. Ich bringe meine Gedanken zu Papier, die erst einmal nur den Ablauf des Geschehens darlegen. Dann geht es ans Eingemachte, sprich, das eine Wort dafür zu finden, wofür ein ganzer Satz erklärend verwendet wurde. Oder Sätze zu entwirren, die viel einfacher niedergeschrieben werden können, was der Bezeichnung „Schriftsteller“ dann erst die wirkliche Seele einhaucht …

Wo finden wir Sie im Internet?

Überall! 🙂

Unter www.dirkradtke.com findet man immer die aktuellsten News, die sich dann über Netzwerke wie myspace, facebook, bookrix oder diverse Foren verbreiten. Unter anderem ja auch hier!

Bildquelle: Dirk Radtke
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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.


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