Boris Langendorf: Mit Wirtschafts- und Praxisinformationen helfe ich dem unabhängigen Buchhandel zu bestehen

Boris Langendorf
Boris Langendorf

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Dass ich mal was mit Büchern mache, wurde mir nicht in die Wiege gelegt, bin ich doch weder Buchhändler noch Journalist. Doch 1978 suchte die Zeitschrift “Buchreport” einen Betriebswirt, um dem im Sortiment aufkeimenden ökonomischen Denken einen publizistischen Flankenschutz zu geben, und den gab ich 20 Jahre lang. Mit Anfang 50 nutzte ich dann die wohl letzte Chance, mich mit “Langendorfs Dienst” selbstständig zu machen. Das hieß, nicht mehr zu schreiben, was alles schönes Neues in der Branche passiert, sondern mich ganz auf eine mir wichtige Aufgabe zu konzentrieren: Mit Wirtschafts- und Praxisinformationen dem unabhängigen Buchhandel zu helfen, im Wettbewerb besser zu bestehen. Und damit zugleich für die Verlage einen Beitrag zu leisten, deren Vertriebsbasis vielfältig zu erhalten.

Wie verändern die digitalen Medien bzw. das Internet Ihre Arbeit?

Bei mir zu 100 Prozent. “Langendorfs Dienst” gibt es nur im Internet und nur im Abonnement. Wäre ich vor acht Jahren genötigt gewesen, stapelweise Papier in alle Ecken des Landes zu schicken, hätte ich es womöglich gar nicht erst angefangen.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Inhaltlich finden fast alle meinen Dienst toll, aber längst nicht alle haben ihn abonniert. Das ständige Argument: keine Zeit, noch mehr Informationen zu verarbeiten (die 10 Euro, die das Abo pro Monat kostet, spielen in dem Zusammenhang übrigens nie eine Rolle). Ich bringe schon alles so kurz wie möglich auf den Punkt, und ich meine, für einen guten Informationsvorsprung lohnen sich ein paar Minuten Lektüre täglich. Aber ich suche noch weitere Argumente.

Wo finden wir Sie im Internet?

Unter http://www.langendorfs-dienst.de. Und keine Angst, mal ein Probeabo zu bestellen: Das kostet nichts und endet ganz von selbst. Ohne Anwalt. Versprochen.

Bildquelle: Boris Langendorf
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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.


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