Blanca Imboden: Endlich darf ich nur noch schreiben

Blanca Imboden
Blanca Imboden

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich heisse Blanca Imboden, bin 47 Jahre alt und komme aus der Innerschweiz. Ich schreibe Bücher, lese aber auch mit Leidenschaft welche. Mit Lesen hat sowieso alles angefangen: Schon als Kind war ich ein Bücherwurm.

Heute schreibe ich Bücher, unterhaltsame Frauenromane, und seit einem Jahr habe ich das riesige Glück, einen grossen Verlag gefunden zu haben: Piper, München. Das hat für mich viel verändert. Ich muss mich nicht mehr um die Vermarktung kümmern, keine Geldmittel beschaffen, das Layout geht mich nichts mehr an… Endlich darf ich nur noch schreiben. Das ist die Erfüllung eines Lebenstraumes.

Mein aktuelles Buch, die «Die Kalorien-Königin», ist im Oktober 2009 bei Piper erschienen. Im April 2011 wird «Die Pralinen-Prinzessin» bei Piper erscheinen.
Ein weiteres Buch ist auch schon fertig und von Piper gekauft worden.

Ich schreibe immer weiter. Das Schreiben bereichert meinen Alltag, mein Leben. Immer wenn etwas passiert, mache ich mir in Gedanken schon Notizen, damit ich diese einmal in einen Roman einweben kann. Es hilft mir durch unangenehme Situationen, dass ich im Geiste sofort den Griffel zücke und so vielleicht ein wenig Distanz gewinne. Dazu kommt, dass ich immer und überall an meinen Geschichten weiterspinnen kann. Ich bin glücklich, eine Schreiberin zu sein.

Wie verändern die digitalen Medien bzw. das Internet Ihre Arbeit?

Da ich bei einer Zeitung arbeite, gehe ich wohl vieles irgendwie journalistisch an. Ich muss recherchieren, damit die Facts rund um meine Unterhaltung stimmen. Wenn ich z.B. über Kenia schreibe, will ich keine falschen Daten verbreiten. Da hilft mir das Internet sehr. Aber auch meine Freunde in Kenia, mit denen ich Emails austausche, kann ich mit Fragen löchern.

Neulich hat eine Frau in meiner Geschichte einen Tanzworkshop besucht. Dafür konnte ich Workshops bei YouTube anschauen und musste nicht extra selber einen besuchen. Ich konnte auch schon eine Frage, ein Problem, über Facebook verbreiten und bekam erstaunlich viele mögliche Lösungen und Antworten. Manchmal ist das Internet auch Inspiration. Wenn ich z.B. über Arbeitslosigkeit schreibe, gebe ich schon mal die entsprechenden Schlagworte bei Google ein und die Treffer bringen oft Erstaunliches an den Tag.

Ich bin in verschiedenen Schriftsteller-Foren angemeldet. Dort bekam ich schon Hilfe und wertvolle Denkanstösse.

Das Internet ist für mich wichtig.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

«Die Pralinen-Prinzessin» habe ich erstmals unter Zeitdruck geschrieben, mit einem festen Abgabetermin vor dem geistigen Auge. Das ist mir erstaunlich leicht gefallen. Ich hatte mir ein tägliches Schreibpensum verordnet. Dabei habe ich gemerkt, dass es gut tut, immer so nahe an der Geschichte zu sein. Das Schreiben fiel mir leichter, weil ich immer drangeblieben bin.

Ich versuche seither, mein tägliches Schreiben beizubehalten.

Wo finden wir Sie im Internet?

www.blancaimboden.ch
www.facebook.com / Blanca Imboden
beebach@bluewin.ch
www.piper-verlag.de / Blanca Imboden
www.amazon.de / Blanca Imboden

Bildquelle: Blanca Imboden
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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.


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