Stephan R. Bellem: Ich stehe dem eBook offen gegenüber

Stephan R. Bellem: Ich stehe dem eBook offen gegenüberWer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich bin Autor. Ich schreibe Bücher und versuche damit meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Wie verändern die digitalen Medien bzw. das Internet Ihre Arbeit?

Erstmal wäre da der viel direktere Kontakt zum Leser. Jeder, der möchte, kann mir eine Email schreiben und seine Meinung zu meinen Büchern kundtun. Das ist eine tolle Sache. Man “bekommt Etwas zurück”, wie es so schön heißt.

Aktuell ist ja das eBook ein heiß diskutiertes Thema. Ich selbst stehe dem Medium offen gegenüber. Aber auch wenn meine und kommende Generationen immer technikaffiner werden, denke ich nicht, dass das gedruckte Buch verschwindet. Allerdings sehe ich momentan für eBooks die größte Chance im Anthologiebereich und dem wieder verfügbar machen von vergriffenen Titeln. Vermutlich macht ein mutiger Kleinverlag irgendwann mal einen Vorstoß in die Richtung, denn dort wiegen die Druckkosten – denke ich – am schwersten. Jedenfalls wird das sehr spannend, in welche Richtung es sich entwickelt.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Meine eigene Ungeduld. Wenn mich eine neue Idee packt, dann möchte ich sofort loslegen, alles andere auf Halde schieben und nicht erst warten müssen. Es braucht dann ein wenig Geduld, um mich wieder zu erden.

Wo finden wir Sie im Internet?

Natürlich auf meiner Homepage: http://www.srbellem.de, dann noch bei twitter (http://twitter.com/srbellem) und Facebook (http://www.facebook.com/srbellem). Außerdem bin ich ein großer Freund von Forendiskussionen.

Bildquelle: Fotografin Silke Rokitta (www.silkerokitta.de)

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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.


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