Aileen P. Roberts: Als Schriftsteller muss man sich selbst vermarkten, ob man Lust hat oder nicht

Aileen P. Roberts: Als Schriftsteller muss man sich selbst vermarkten, ob man Lust hat oder nichtWer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich schreibe unter dem Pseudonym Aileen P. Roberts Fantasyromane wie z.B. Thondras Kinder oder Dionarah – Das Geheimnis der Kelten. Ausserdem habe ich zwei Jugend-/Schottlandromanreihen veröffentlicht.

Mit dem Schreiben habe ich vor etwa 5 Jahren begonnen, und seitdem lässt es mich nicht mehr los. Es macht mir Spass, fremde Welten zu erschaffen, oder, im Fall der Schottlandromane, anderen Menschen dieses wundervolle Land näherzubringen.

Wie verändern die digitalen Medien bzw. das Internet Ihre Arbeit?

Recherchen im Internet sind ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit, was sehr praktisch ist, denn es geht einfach schnell. Andererseits macht es doch deutlich mehr Spass, direkt vor Ort zu recherchieren, wie letzten Herbst für meinen neuen (noch nicht veröffentlichten) historischen Schottlandroman auf der Isle of Skye.

Über das Internet ist es ausserdem leicht, mit Lesern in Kontakt zu treten, z.B. über Email, Gästebuch, oder auch Leserunden im Internet zu veranstalten, wie kürzlich bei Lies und Lausch. Da ich noch nicht sooo lange schreibe, kann ich nicht sagen, wie Internet und Medien das Schreiben verändern – bei mir war es schon immer vorhanden.

Sicher, als Schriftsteller muss man sich selbst vermarkten, ob man Lust hat oder nicht, das ist relativ zeitaufwendig und manchmal wünscht man sich, man könnte sich nur auf das Schreiben allein konzentrieren, andererseits ist man auch stolz, wenn man neue Lesungen, Teilnahme an Events, Zeitungsberichte etc. selbst organisiert hat.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Zwar hatte ich das große Glück, einen (großen) Verlag zu finden, aber insgesamt ist es für unbekannte Schriftsteller sehr schwierig, bei einem großen Verlag unterzukommen. Woran das liegt? Ich habe schon oft gehört, dass Verlage mit Manuskripten zugeschüttet werden und häufig relativ wenig Personal haben, um die Texte alle zu lesen. Ausserdem gibt es ja wahnsinnig viele Besteller aus Amerika usw., die dann einfach “nur” übersetzt werden.

Kleine Verlage sind in Buchhandlungen kaum vertreten – warum? Das kann ich leider nicht sagen, aber wenn man sich umschaut, sieht man doch überwiegend die bekannten Verlage. Es wäre schön, wenn auch die großen Buchhandelsketten den “Kleinen” eine Chance geben würden…

Wo finden wir Sie im Internet?

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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.


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