Sebastian Schürmanns: Mein Hauptproblem war immer, Inhalte auf Knopfdruck sauber von A nach B zu bekommen

Sebastian Schürmanns: Mein Hauptproblem war immer, Inhalte auf Knopfdruck sauber von A nach B zu bekommenWer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich bin Sebastian Schürmanns – Verlagsmensch, Freelancer und in vertretbarem Rahmen Netz-Enthusiast. Professionell hatte ich erstmals als Lektor in einem kleinen Wissenschaftsverlag mit Büchern zu tun, danach gab es einen Wechsel in die Kommunikations-Branche. Heute betreue ich als Freelancer Buchprojekte für Verlage und Corporate-Mags für Agenturen. Privat lese ich fasst nur noch im Netz – außer Web-Themen wie HTML oder PHP, die kaufe ich auf Papier.

Wie verändern die digitalen Medien bzw. das Internet Ihre Arbeit?

Auch das ist irgendwie asynchron: Bei Büchern und Mags bin ich vorwiegend im Print-Bereich tätig, obgleich auch meine Verlagskunden ihr Hauptaugenmerk inzwischen auf digitale Produkte legen. Das Web hat jedoch mein Leben als „Freelancer“ verändert: Ohne Networking über Social-Media und die Möglichkeit, eigene Projekte im Netz anzustoßen, wäre das (Berufs-)Leben wohl nur halb so bunt. Zudem denke ich, dass die wirklich großen Veränderungen durch das Mitmach-Web noch vor uns stehen: Veröffentlichungsmodelle wie JPG oder FastPencil, Personalisierung auch von gedruckter Information und der (wie ich finde recht langsame) Abbau von technischen Hürden für Laien – das wird die Verlagswelt wohl noch beschäftigen und den Autoren mehr Freiheiten geben.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Mein Hauptproblem war immer, Inhalte auf Knopfdruck sauber von A nach B zu bekommen. Also vom Manuskript ins Buch, vom Buch ins Web, dann auf’s Handy und wieder zurück nach Word. Eigentlich sollte das alles ganz einfach sein und entsprechend ausgerüstete Setzer werden wohl müde lächeln und XML bemühen. Für den Privatmann und Laien ist es aber nach wie vor nicht trivial. Meine Idealvorstellung wäre, Inhalte einmal im Netz zu erstellen und dann zum Beispiel zurück nach Word zu spielen, dort zu sortieren, zu editieren und in verschiedene Design-Templates (Buch/Mag) zu kleiden, um schließlich wieder ein E-Book oder E-Mag auszuspielen. Alles per Knopfdruck und ohne viel mit xml, vba oder j-query rumzutüfteln. Irgendwann wird wohl wohl auch das (einfacher) gehen …

Wo finden wir Sie im Internet?

So genau bzw. vollständig weiß ich das nicht mehr. Hier ein paar Splitter meines digitalen Selbst:

www.schreibermag.de (The-Do-It-Yourself-Guide to Publishers)

www.quartier-nord.de (Freelancer-Page)

http://trendschau.twoday.net  (Privater Blog)

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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.


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