Markus Gogolin, Frankfurter Buchmesse: Das Wichtigste passiert zwischen den Slots

Wir mögen Menschen, die Menschen zusammenbringen. Deshalb stellen wir sie in unserer „Menschenvernetzer“-Interviewreihe regelmäßig hier im Blog vor. So entstehen Beiträge, die Aufmerksamkeit auf jene lenken, die sonst andere auf die Bühne heben, und die zeigen, wie Gemeinschaft heute in den unterschiedlichsten Kontexten erfolgreich gelebt werden kann.

Wer sind Sie und wie bringen Sie Menschen zusammen?

Ich treibe als Director Marketing Strategy die zukünftigen Schwerpunkte der Frankfurter Buchmesse voran: Digitalisierung, Kommunikation und Networking.

Was bedeutet für Sie Community bzw. Gemeinschaft?

Gemeinschaft ist eines der wichtigsten Elemente in unserer hochkomplexen Zeit. Sie ist stark an das Buzzword Experience gekoppelt. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe beziehungsweise die emotionale Bindung an ein Produkt sind eine Währung, die immer wichtiger wird.

Welche Veranstaltung hat Sie zuletzt so richtig begeistert?

Fifteen Seconds aus Graz ist für mich eine der besten europäischen Konferenzen. Wie sonst vielleicht nur bei der SXSW spürt man dort einen ganz besonderen Vibe und pure Inspiration. Es gibt tolle Formate zur Vernetzung und einen direkten Kontakt als Speaker mit dem Publikum sowie eine Herzlichkeit der Veranstalter, die kaum zu übertreffen ist.

Welche Sprecherinnen*, Moderatorinnen* oder Künstlerinnen* haben Sie zuletzt so richtig begeistert?

Das Wichtigste bei Events und Konferenzen passiert zwischen den Slots. Wobei man schon sagen muss, dass Menschen aus Nordamerika in den meisten Fällen eine starke Bühnenpräsenz haben. Ich hatte die Chance, bei der SXSW einem Panel lauschen zu dürfen, das mit 4 Personen aus dem Bereich der NASA/SETI/Astrophysik besetzt war – das war stark!

Welcher ist Ihr liebster Veranstaltungsraum/-ort?

An der Stelle bin ich etwas voreingenommen – und sage natürlich die Frankfurter Buchmesse und das dazugehörige Festival in Frankfurt: das BOOKFEST. Ich freue mich schon sehr auf unser Highlight bei der nächsten Buchmesse – unseren neuen Frankfurt Pavilion auf der Agora vom Architekturbüro schneider+schumacher.

Welche Event- oder Begegnungsformate gibt es noch zu wenig?

Es gibt immer noch zu wenig Veranstaltungen, bei denen das Netzwerken wirklich angeregt wird. Hier können die Veranstalter noch mehr an neuen Formaten arbeiten. Digitale Vernetzung ist nicht alles – der echte Kontakt zwischen Menschen ist meistens nachhaltiger. Nur ein Forum zu bieten, reicht einfach nicht mehr aus. Man muss in Formaten gekoppelt an Influencer und Netzwerke denken und arbeiten.

Wie messen Sie den Erfolg von Veranstaltungen und wie könnte das noch besser gelingen?

Befragungen und Feedback-Runden von Speakern und Besuchern sind am besten geeignet, um den Erfolg zu messen.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren? Welche Art von Kontakten wäre hilfreich?

Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Netzwerken und Plattformen/Medien.

Wo finden wir Sie im Internet?

Ich bin bei Twitter, Instagram, Facebook, LinkedIn und Xing zu finden.

Und zu guter Letzt: Wem sollten wir diese Fragen auch mal stellen – wer ist aus Ihrer Sicht eine großartige Menschenvernetzerin*?

Klaus Eck von d.Tales ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der Digital- und Content-Marketing-Szene: sehr authentisch, kompetent und vernetzt.

Foto: Vedat Demirdöven

* Männer sind mitgemeint

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