Anke Mäder, Carlsen Verlag: Im Bereich von Kongressen und Conventions tut sich sehr viel

Wir mögen Menschen, die Menschen zusammenbringen. Deshalb stellen wir sie in unserer “Menschenvernetzer”-Interviewreihe regelmäßig hier im Blog vor. So entstehen Beiträge, die Aufmerksamkeit auf jene lenken, die sonst andere auf die Bühne heben, und die zeigen, wie Gemeinschaft heute in den unterschiedlichsten Kontexten erfolgreich gelebt werden kann.

Wer sind Sie und wie bringen Sie Menschen zusammen?

Anke Mäder (c) Tom Figiel

Mein Name ist Anke Mäder und ich organisiere die Messebeteiligungen des Carlsen Verlags. Unabhängig davon, ob dies 4 qm auf einem Comicfestival sind oder aber unser Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse – immer geht es neben der Produktpräsentation darum, Bühnen und Atmosphäre für Begegnungen und Austausch zu erschaffen. 

Was bedeutet für Sie Community bzw. Gemeinschaft?

Eine Gemeinschaft findet dort statt, wo Menschen sich als zusammengehörig empfinden, wo sie ein gemeinsames Ziel verfolgen. Letztendlich unabdingbar in allen Bereichen des Lebens und somit omnipräsent. Spannend ist, dass man in den verschiedenen Gemeinschaften ganz unterschiedliche Rollen und Funktionen einnimmt.

Welche Veranstaltung hat Sie zuletzt so richtig begeistert?

Da möchte ich der Zeit vorausgreifen und die Raumwelten in Ludwigsburg nennen. Dieser Kongress findet im November statt und ich freue mich auf ein Format, in dem so unterschiedliche Disziplinen wie Film und Architektur zusammengebracht werden und eben nicht nur diese, sondern auch Menschen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen. Daraus entsteht Neues und noch nicht Gedachtes.

Welche Sprecherinnen*, Moderatorinnen* oder Künstlerinnen* haben Sie zuletzt so richtig begeistert?

Ich war kürzlich auf einem Konzert des Schweizer Musikers Martin O., der für mich ein menschliches Gesamtkunstwerk ist. Er hat es mit seinem Wesen und seinen Fähigkeiten geschafft, in Nullkommanichts das ganze Publikum für sich einzunehmen und immer wieder neue Welten auf der Bühne zu entwerfen. Sehr faszinierend!

Welcher ist Ihr liebster Veranstaltungsraum/-ort?

Tolle Veranstaltungsorte finden sich überall und meistens schafft man es schon, mit dem richtigen Licht die Stimmung hervorzurufen, die dem Event gerecht wird. Für Abendveranstaltungen liebe ich Orte, die nicht allzu perfekt sind, die mit dem Althergebrachten brechen oder eigentlich eine andere Bestimmung haben. Das lässt Platz für Interpretationen, schafft Gesprächsanlässe oder einfach nur Emotion.

Außerdem habe ich ein Faible für schöne Hotels, die es, ganz unabhängig von Größe und Ausstattung, schaffen, ein Gefühl von Flüchtigkeit und Zeitlosigkeit heraufzubeschwören.

Welche Event- oder Begegnungsformate gibt es noch zu wenig?

Momentan tut sich sehr viel im Bereich von Kongressen und Conventions, da habe ich keine Bedenken. Klar ist, dass sich die klassischen Messegesellschaften und Geländebetreiber anstrengen müssen, um mitzuhalten. Große schwerfällige Organisationen agieren einfach noch nicht schnell genug.

In diesem Zusammenhang wünsche ich mir auch mehr Firmen, die Inhouse-Veranstaltungen anbieten, um sich externes Wissen hereinzuholen. Mehr Unternehmen, die es schaffen, Ihre Mitarbeiter auf die Reise in die Zukunft mitzunehmen, sie zu inspirieren und neugierig zu machen. Da reichen ein Kickertisch oder ein Feel-Good-Manager allein nicht aus.

Wie messen Sie den Erfolg von Veranstaltungen und wie könnte das noch besser gelingen?

Das variiert, in erster Linie über direktes Feedback, aber auch über Zahlen. Klar ist, dass Kennzahlensysteme immer dann angebracht sind, wenn Rechtfertigungsdruck besteht. Aber sie lassen meist die Komplexität und den Wert von Beziehungen außer acht.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren? Welche Art von Kontakten wäre hilfreich?

Menschen, die einen Sinn für das Schöne haben, sind mir immer willkommen!

Wo finden wir Sie im Internet?

Bei XING.

Und zu guter Letzt: Wem sollten wir diese Fragen auch mal stellen – wer ist aus Ihrer Sicht eine großartige Menschenvernetzerin*?

Menschenvernetzer kann jede und jeder sein, jeder wird diese Aufgabe ein wenig anders begreifen und es ist spannend, unterschiedliche Blickwinkel darauf zu erhaschen. 

 

Foto: Tom Figiel

* Männer sind mitgemeint

 

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