Unterstützt das KIMI-Siegel und das KIMBUK-Festival

    

Kennt Ihr das KIMI-Siegel und das KIMBUK-Festival? Das sind vergleichsweise junge Initiativen für Vielfalt in Kinder- und Jugendbüchern, die ich großartig finde. Meine erste Berührung damit war 2017, als mir Henning Krieg davon erzählte. Ich versuchte dann, sie bei unserem ORBANISM SPACE auf der Frankfurter Buchmesse einzubinden. Das klappte nicht, einfach weil wir damit zu früh fürs Projekt waren. Im Mai dieses Jahres stand ich dann mit Stefan Nitzsche und Ali Can auf der re:publica rum und da kam Margarete Goj vorbei und erzählte, dass sie bei KIMBUK aktiv sei. Kleine Welt. Ich wies sie dann auf die Wild Card der Frankfurter Buchmesse hin und dass sie sich doch mal bewerben sollen. Taten sie. Und gewannen. Überragend. Nun haben sie einen Stand in Frankfurt und ich kann sie endlich auch dort einbinden – als Community-Partner bei unserem neuen ORBANISM Kommunikationsfest für Offenheit, Vielfalt und Haltung. Ich freu mich sehr darüber.

Mit-Organisator von KIMI und KIMBUK ist übrigens der großartige Raul Krauthausen, den wir nun heute im Menschenvernetzer-Interview haben und der dort so viele richtige und wichtige Dinge sagt, dass ich mir das Interview direkt einrahmen möchte. Kurzum: Leute, unterstützt diese Initiative. Warum? Raul bringt es auf den Punkt:

“Denn Bücher haben eine wichtige Auswirkung auf die Lebensrealitäten von jungen Menschen. Während unserer Arbeit an KIMI stellten sich die Fragen: Was passiert mit Kindern, die regelmäßig feststellen, dass sie in Kinder- und Jugendgeschichten nicht vorkommen? Welche Rolle spielen Buchwelten für die Identitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen? Und was passiert, wenn man unsichtbar bleibt? Weil es z.B. keine starken Schwarzen Kinderbuchheld*innen in den Geschichten der Verlage gibt, oder weil vielfältige Familienkonzepte ausgeblendet werden. Oder weil behinderte Charaktere – wenn sie überhaupt vorkommen – in den Geschichten nur glücklich sein können, wenn sie ‘geheilt’ werden. Das hat verletzende und diskriminierende Auswirkungen.

Deshalb wollen wir mit unserer Initiative, dass Kinder- und Jugendbücher nachhaltig in der heutigen Realität ankommen. Wir wollen, dass allen Kindern und Jugendlichen gute und spannende Geschichten präsentiert werden, mit denen sie sich identifizieren können, die sie sensibilisieren aber auch Strategien aufzeigen mit erlebten Erfahrungen umzugehen. Bücher, die Empathie erzeugen und in den Dialog führen.

Deshalb entwickeln wir innerhalb unseres KIMI-Teams und in Zusammenarbeit mit erfahrenen Critical Friends Vielfaltskriterien, anhand derer sich nicht nur bereits auf dem Markt existierende Bücher für das Siegel qualifizieren können, sondern Verlage, Autor*innen und Illustrator*innen helfen, vielfältige Bücher zu entwickeln.”

Das Menschenvernetzer-Interview mit Raul:

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