#FIL15-DISKUSSION

 

Künstlerinnen und Künstler möchten nicht nur, dass ihre Kunst gesehen wird und Wirkung entfaltet – in der Regel würden sie auch gern von ihrer schöpferischen Tätigkeit leben können. Dies gelingt selten mühelos. Kulturschaffende können meist nicht ohne öffentliche Förderung oder themenferne „Geldjobs“ existieren. Dabei bietet das Internet theoretisch einen wunderbaren Rahmen für das Publizieren und auch Vermarkten ästhetischer Inhalte. Idealerweise würde man seine Werke jedweden Inhalteformats bedenkenlos ins Netz stellen und die Werke kommunizierten selbst, wie sie genutzt, geremixt und erworben werden können. Wer alles frei hergeben wollte, könnte dies klar sagen; wer Geld verdienen müsste, könnte dies tun. Voraussetzung dafür wäre, dass Lizenzen und Kaufpreise technisch direkt mit dem Inhalt verbunden sind und mit diesem durch das Internet wandern. Es bedarf einer Art Wikimedia Commons mit Kauf-Button und Einbettungsfunktion.

Da es ein solches System heute noch nicht gibt, publizieren viele Kreative ihre Werke bewusst nicht im Internet. Auch verzichten potenzielle Nutzer häufig darauf, die Inhalte anderer zu verwenden und weiterzubearbeiten, weil ihnen die Klärung der rechtlichen und finanziellen Bedingungen zu aufwändig ist. Dadurch geht der Gesellschaft erheblicher kultureller und wirtschaftlicher Wert verloren.

Orbanism_Space270x220Als Teil des ORBANISM FESTIVAL 2015 diskutierten wir daher mit unseren Kooperationspartnern – iRights, der Open Knowledge Foundation und der Frankfurter Buchmesse –, mit den an #fil15 teilnehmenden Künstlern sowie unseren Medien- und Inhaltepartnern, wie die Lizenzierung, die künstlerische Freigabe und die Monetarisierung digitaler Inhalte im Idealfall aussehen würden. Auf der Frankfurter Buchmesse 2015 haben wir speziell für diese Art Austausch den ORBANISM SPACE geschaffen, in dem Vertreter unterschiedlicher Medienbranchen entsprechend in den Dialog gebracht wurden. Berlin in Frankfurt.

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