David Streit: Ich bin Gründer von Shelfd.com

Die acht Fragen dieser Interviewreihe werden von interessanten Doku-Köpfen beantwortet, die sich beruflich oder privat in besonderer Weise mit Dokumentarfilmen beschäftigen. Dadurch entstehen Beiträge, die Aufmerksamkeit auf die Menschen hinter den Filmen lenken und die zudem unserem Anliegen folgen, echte Doku-Perlen zu empfehlen.

Wer sind Sie und was machen Sie?

David Streit: Ich bin Gründer von Shelfd.com

David Streit: Ich bin Gründer von Shelfd.comHej, ich bin David Streit, Gründer von Shelfd.com. Eine Frage beschäftigt mich bei meiner Arbeit fortlaufend: Wie wollen wir eigentlich streamen? Mit unseren Angeboten, von individuellen Streamingtipps über Best-of-Newsletter, einem eigenen Podcast und bis hin zur ersten Kalender-Vorschau von Neustarts, finden wir immer wieder neue Antworten darauf.

Was sind für Sie gute Dokus und was mögen Sie daran?

Ich liebe es, wie schnell mich eine Doku für ein völlig neues Thema begeistern kann. Beim Schauen denke ich dann oft: Wie konnte das so lange an dir vorbeigehen? Gute Dokus schaffen es, meine Welt ein Stück größer zu machen.

Wann und wo schauen Sie Dokus (am liebsten)?

Auf der Couch und vor dem Fernseher. Ich erlebe mich währenddessen auch weniger am Smartphone und fokussierter auf den Inhalt – im Gegensatz zum Serienschauen zum Beispiel.

Welche Doku haben Sie zuletzt gesehen?

»Planet of the Humans« von Jeff Gibbs und Michael Moore. Darin recherchieren sie zum fehlgeleiteten Umweltschutz der letzten Jahre. Zusammen mit den diversen Dokus von Al Gore kommt man wirklich vom Glauben an die Menschheit ab.

Welche Doku hat Sie besonders bewegt?

Das war »Kulenkampffs Schuhe« von Regina Schilling. Die Art, wie sie ihre private Biografie, das Trauma vom Nachkriegsdeutschland und Samstagabendshows miteinander in Verbindung gesetzt hat, ist großes Kino. Seit dem denke ich oft über Verdrängung in der Gesellschaft nach. Für unseren Podcast habe ich sie auch interviewen dürfen – das hat mir viel bedeutet.

Welche Doku hat Sie zum Staunen oder Lachen gebracht?

Gestaunt habe ich nicht schlecht über die Biohacker-Szene und wie weit die Gentechnik mit dem Crispr-Verfahren heute schon ist. Da zeigt einem die Netflix-Reihe »Unnatürliche Auswahl« wirklich erstreckend-aufschlussreiche Dinge. Vor allem, weil man glaubt eine Meinung zu haben und sie mit jeder Folge weiter daran rütteln.

Welche Doku ist schwer anzuschauen, aber wichtig?

Ich fand »Cambridge Analyticas großer Hack« über den Facebook-Datenskandal wichtig – aber auch sehr pathetisch bzw. hochtrabend. Wenn man etwas darüber hinweg sieht, dass die Macher gleich ganze Demokratien in Gefahr sehen, so gelingt es ihnen doch auf jede Menge Schwachstellen von sozialen Netzwerken hinzuweisen. Nach dem Schauen ist man auf jeden Fall weniger anfällig für politische Einflussnahme (glaube ich).

Wo finden wir Sie im Internet?

Auf Twitter unter @DaviidStreit und natürlich auf Shelfd.com. #HappyStreaming

 

Foto (c) Hella Wittenberg


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