reporter: Horror für Seeleute – völlig isoliert und ohne Familie

»Weltweit sitzen gerade mehr als 100.000 Seeleute auf ihren Schiffen fest – wegen der Corona-Pandemie. Die Ablöse-Crews kommen nicht zu ihnen durch, weil die Flughäfen geschlossen sind und das Reisen erschwert ist. Die Reedereien wollen außerdem das Infektionsrisiko minimieren. Sie verlängern die Verträge einer aktuell arbeitenden Crew, die schon seit Monaten zusammen an Bord ist, statt das Schiff mit einer neuen Crew zu besetzen. Zum Teil sind die Seeleute so schon länger an Bord der Schiffe als sie dürften. Laut Seemannsmission Hamburg sind die internationalen Seeleute im Regelfall maximal 9 Monate an Bord. Das internationale Recht sieht ein Maximum von 12 Monaten vor. Wegen der Corona-Pandemie ist es derzeit ausnahmsweise zulässig, dass Seeleute länger an Bord bleiben dürfen: aktuell 14 Monate. Für die Seeleute heißt das: Sie arbeiten im Dauereinsatz und haben kaum Abwechslung. Für die Crews ist das eine schwere Belastungsprobe, denn auf den meisten Schiffen gibt es kein Internet – Kontakt mit Familien und Freund*innen ist also gar nicht möglich.«

(12 min. / Infos)

#dokuliebe


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