Simone Dames: Ich entwickle Medienkonzepte für die Bundeswehr und schreibe Romane

Die folgenden sechs Fragen unserer Interviewreihe werden seit 2009 regelmäßig von interessanten Menschen beantwortet, die „was mit Büchern“ bzw. Publishing machen, und hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf Buchmenschen und Publisher lenken und die zum anderen Veränderungen und Herausforderungen in den unterschiedlichsten Bereichen des Publishing sichtbar werden lassen. Unser Ziel damit ist es, die Menschen noch enger in den Kontakt und Austausch zu bringen.

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern bzw. mit Publishing?

Simone Dames

Ich bin Kommunikationswirtin und entwickle Medienkonzepte für die Bundeswehr – und um 4 Uhr früh schreibe ich Romane. Dafür lese ich kiloweise Bücher. Ich brauche Bücher einfach, um mich wohlzufühlen. Deshalb habe ich auch immer mindestens eins dabei.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

An normalen Arbeitstagen stehe ich früh auf. Denn dann muss ich um 8.30 Uhr zur ersten Besprechung in der Redaktion sein. Die stillen Stunden davor gehören aber ganz meinem Buch. Das ist wie ein Ritual. Der perfekte Start in den Tag. Ich koche mir einen Tee, setze mich an den Küchentisch und klappe den Rechner auf. Meist schreibe ich dann auf, was schon in meinem Kopf kreist. Szenen und Dialoge entwickle ich eher unterwegs. Im Park, beim Joggen, im Bus. Mein Gedächtnis ist da gnädig. Einen Namen kann ich mir im Schnitt 30 Sekunden lang merken, einen Dialog locker eine Woche.

Ich schreibe Dark Fantasy. Mein erster Roman heißt »Gefallen«. Dabei spielt Gewalt eine tragende Rolle. Auch militärische Gewalt. Es bleibt also nicht aus, dass mein „Brotjob“ mich als Autorin beeinflusst. Trotzdem sind meine Geschichten kein Statement. Ich bin kein Freund von Gewalt, aber ich habe höchsten Respekt vor meinen Kolleginnen und Kollegen in Uniform.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Vor etwa sieben Jahren habe ich angefangen, Romane zu schreiben. Inzwischen habe ich einen beendet, den zweiten begonnen und die Handlung des dritten im Kopf. Mit der Zeit ist die Arbeit daran deutlich einfacher und strukturierter geworden. Zum einen, weil ich inzwischen ein Autorenprogramm nutze. Vor allem aber, weil ich routinierter bin, meine Welt und meine Charaktere kenne. Ich lege viel Wert auf Recherche. Selbst in einer erdachten Welt muss alles in sich schlüssig und logisch sein. Das habe ich jetzt deutlich besser im Blick und muss weniger überarbeiten. Ein gelegentliches „Kill Your Darlings“ bleibt trotzdem nicht aus.

Simone Dames

Was ist ein Problem, für das Sie eine Lösung suchen?

Bisher wurde »Gefallen« siebenmal gedruckt. Je ein Exemplar für meine Testleser. Das ist eine etwas niedrige Auflage. Ich suche also einen Weg, mein Buch zu veröffentlichen. Am liebsten über einen Verlag, der mich berät und es lektoriert und vermarktet. Aber ich bin auch für jede andere Unterstützung dankbar.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren? Welche Art von Kontakten wäre hilfreich?

Ich freue mich über Nachrichten von Verlagen, Lektorinnen und Lektoren, Literaturagenturen, aber auch von Autorinnen und Autoren, die sich austauschen wollen.

Wo finden wir Sie im Internet?

www.simone-dames.de

 

Fotos: (c) Die Hoffotografen Berlin

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