Cornelius Pollmer: Ich bin Journalist und schreibe für die Süddeutsche Zeitung vor allem über Ostdeutschland

Die folgenden sechs Fragen unserer Interviewreihe werden seit 2009 regelmäßig von interessanten Menschen beantwortet, die „was mit Büchern“ bzw. Publishing machen, und hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf Buchmenschen und Publisher lenken und die zum anderen Veränderungen und Herausforderungen in den unterschiedlichsten Bereichen des Publishing sichtbar werden lassen. Unser Ziel damit ist es, die Menschen noch enger in den Kontakt und Austausch zu bringen.

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern bzw. mit Publishing?

Ich bin Journalist und schreibe für die Süddeutsche Zeitung vor allem über Ostdeutschland. Im Herbst ist bei Thelem ein Sammelband mit solchen Texten von mir erschienen, er heißt “Randland”. Im Juni wird zudem bei Penguin das Brandenbuch “Heut ist irgendwie ein komischer Tag” erscheinen. Dafür bin ich mit ein paar Wechselsachen und etwas Taschengeld nach Brandenburg gegangen und habe mich dort vom Zufall treiben lassen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Mittlerweile stehe ich zu einer Zeit auf, zu der ich früher oft noch nicht mal im Bett war. Kommt mir jedenfalls so vor. Die Auswärtstermine für die Zeitung folgen keiner festen Struktur, das ist manchmal anstrengend, viel mehr noch ist es abwechslungsreich und schön. Wenn keine solchen Termine anstehen, versuche ich, möglichst vor dem Mittag zu schreiben, um die bleierne Zeit danach für Telefonate und Recherche zu nutzen. Klappt, naja: nicht immer. Das liegt natürlich nicht nur daran, dass der Arbeitsalltag manchmal von Ereignissen spontan und gründlich erschüttert wird.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Mehr Zeit für Recherche und Schreiben wollte ich schon immer. Das Gefühl, diese zusätzliche Zeit auch häufiger gewinnbringend nutzen zu können, ist relativ frisch. Gerade weil um einen herum alles immer hektischer wird, glaube ich mehr denn je an Gründlichkeit, Geduld, Zuhören ohne Eile. Das ist natürlich etwas, was man sich leisten können und leisten wollen muss.

Was ist ein Problem, für das Sie eine Lösung suchen?

Die menschengerechte Sanierung der Königsbrücker Straße in Dresden. Ansonsten wüsste ich gerne, wie ich meine Alerts und Feeds noch besser organisieren kann, um aus der täglichen Masse an Pixeln und Buchstaben zeitsparend das für mich Wichtige zu filtern.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren?

Menschen, die Lesungen veranstalten oder sich aus sonstigen Gründen mit meinem Buch auseinandersetzen möchten.

Welche Art von Kontakten wäre hilfreich?

Ich kann mir kaum welche vorstellen, die nicht hilfreich wären.

Wo finden wir Sie im Internet?

Bei Twitter zum Beispiel. Oder auf der Seite von Random House.

 

Fotos: (c) Stephan Floss

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