Nana Addison: Ich bin CEO der CURL Agency und Gründerin der CURL CON

Wir mögen Menschen, die Menschen zusammenbringen. Deshalb stellen wir sie in unserer Menschenvernetzer*innen-Interviewreihe regelmäßig hier im Blog vor. So entstehen Beiträge, die Aufmerksamkeit auf jene lenken, die sonst andere auf die Bühne heben, und die zeigen, wie Gemeinschaft heute in den unterschiedlichsten Kontexten erfolgreich gelebt werden kann. – Alle Interviews sind im Nominierungspool für den ORBANISM AWARD, der herausragende Menschenvernetzer*innen auszeichnet.

Wer sind Sie und wie bringen Sie Menschen zusammen?

Nana Addison: Ich bin CEO der CURL Agency und Gründerin der CURL CON

Nana Addison: Ich bin CEO der CURL Agency und Gründerin der CURL CONIch bin Nana Addison, CEO der CURL Agency, Gründerin der CURL CON und Gastdozentin für Music Business Management am SAE Institut Berlin. Ich bringe Menschen als Event-Produzentin, Kuratorin, Moderatorin, Workshop-Leiterin und Keynote-Speakerin zusammen.

Nana Addison: Ich bin CEO der CURL Agency und Gründerin der CURL CON

Was bedeutet für Sie Community bzw. Gemeinschaft?

Community bedeutet für mich, einen sicheren Raum für Authentizität und Transparenz zu schaffen. Anders als im Groupthink-Modell, welches ich eher kritisch betrachte, halte ich das gegenseitige Fördern und Fordern für essentiell, um eine gesunde und reife Gemeinschaft zu bilden.

Welches Communityformat oder welche Veranstaltung hat Sie zuletzt so richtig begeistert und warum?

Ich habe für Coca-Cola eine Club Dinner Tour konzeptioniert und produziert. Wir haben in 4 deutschen Städten die Schlüsselfiguren der jeweiligen Clubszene zu einem Dinner mit anschließendem Panel in den Club eingeladen. Die Panels habe ich ebenfalls moderiert. Ein Dinner und Panel in einem Club zu produzieren, war mal eine etwas andere Erfahrung für mich, besonderes wenn man die Gäste in der Regel vor 22 Uhr nicht zu Gesicht bekommt. Besonders spannend war es, die Club Community (Promoter, DJs, Besitzer, Veranstalter etc.) und deren Perspektiven mal im Detail zu verstehen. Dadurch habe ich erkannt, dass die Clubszene einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung leistet, genauso wie es bspw. Museen im Bereich der Hochkultur machen.

Welche Sprecher*innen, Moderator*innen, Künstler*innen oder Creator*innen haben Sie zuletzt so richtig begeistert und warum?

Thando Hopa. Das Thema Diversität und Inklusion authentisch umzusetzen, liegt mir sehr am Herzen, und Thandos Talk dazu ist wirklich stark.

Welcher ist Ihr liebster Begegnungsraum/Veranstaltungsort und warum?

Mein Wohnzimmer. Ich liebe es, Gastgeberin zu sein und meine Gäste schätzen es sehr. 🙂

Nana Addison: Ich bin CEO der CURL Agency und Gründerin der CURL CON

Welche Community- oder Eventformate gibt es noch zu wenig?

Da fallen mir gleich eine Reihe von Formaten ein. Ich würde mich über mehr Events für Minderheiten oder sogenanntes Nischenpublikum freuen, z.B. wo BIPoC ihre Startup-Ideen pitchen können oder sich als Investoren treffen und untereinander vernetzen können. Besonders, was Schwarze Gründer*innen in Deutschland angeht, könnten solche Businessveranstaltungen einiges nach vorne treiben. Ich könnte mir auch mehr Edutainment Events wie TED, Panels und Keynote Talks mit einem diversen Entertainmentprogramm oder unterhaltsamere Buchlesungen vorstellen. Was auch fehlt: Album Release Partys, die an die Fans adressiert sind und wo der Produzent oder Songwriter von seinem Schaffensprozess erzählt.

Wie messen Sie den Erfolg von Communityformaten oder Veranstaltungen und wie könnte das noch besser gelingen?

Neben den standardmäßigen KPIs wie Umsatz & Anwesenheit bemesse ich den Erfolg daran, wie Besucher*innen nach 3 Monaten vom Event sprechen. Hat es das Leben der Gäste in irgendeiner Form positiv beeinflusst? Konnten sie etwas für sich mitnehmen? Haben sie sich selbst spüren und auf neue Weise wahrnehmen können? Haben sie sich gefördert und gefordert gefühlt? Ich denke, als Veranstalterin ist es super wichtig, im Austausch mit seinen Gästen zu sein und so ehrliches Feedback wie möglich zu bekommen.

Was ist ein Problem, für das Sie eine Lösung suchen?

Mit der CURL CON und der SAAS-Plattform Stylindi etabliere ich gerade eine Infrastruktur, um Haar- und Beauty-Produkte sowie Dienstleistungen einem multi-ethnischen Publikum einfach zugänglich zu machen. Das gibt’s nämlich bis dato in der DACH-Region nicht. Mit meiner CURL Agency unterstütze ich Unternehmen in ihrer Kommunikation, multi-ethnische Zielgruppen zu erreichen, denn da machen die noch so einiges falsch.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren? Welche Art von Kontakten wäre hilfreich?

Ich freue mich immer über Kontakte aus Medien und Presse, speziell in den Bereich Tech, Lifestyle, Beauty, Fashion und Business, und natürlich sind Investoren immer willkommen. Aber auch Unternehmen, die verstehen wollen, wie man »Diversity« wirklich in Marketing und Produktentwicklung erfolgreich umsetzt, oder die für ihre Brand-Aktivierung zielgruppenrelevante Strategien und Konzepte brauchen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Und zu guter Letzt: Wem sollten wir diese Fragen auch mal stellen – wer ist aus Ihrer Sicht eine großartige Menschenvernetzer*in?

Das DJ- und Veranstaltungsduo Hoe_mies.

Fotos: (c) privat


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