Klaus-Peter Stegen: Ich arbeite seit 1975 mit und in Verlagen

Wir mögen Menschen, die Menschen zusammenbringen. Deshalb stellen wir sie in unserer Menschenvernetzer*innen-Interviewreihe regelmäßig hier im Blog vor. So entstehen Beiträge, die Aufmerksamkeit auf jene lenken, die sonst andere auf die Bühne heben, und die zeigen, wie Gemeinschaft heute in den unterschiedlichsten Kontexten erfolgreich gelebt werden kann. – Alle Interviews sind im Nominierungspool für den ORBANISM AWARD, der herausragende Menschenvernetzer*innen auszeichnet.

Wer sind Sie und wie bringen Sie Menschen zusammen?

Klaus-Peter Stegen

Ich heiße Klaus-Peter Stegen, Jahrgang 1957 und arbeite seit 1975 mit und in Verlagen. Rüdiger Wischenbart und ich haben das Publishers‘ Forum in Berlin von 2014 bis 2019 organisiert. Erstmalig haben wir beide zusammen mit Carlo Carrenho die Onlinekonferenz ReBoot Books, Business & Reading am 13. Oktober 2020 konzipiert und durchgeführt. Mit der DARVIS Inc. bin ich im noch Thema KI unterwegs, aber das ist eine andere Geschichte.

Was bedeutet für Sie Community bzw. Gemeinschaft?

Aufgrund meiner langen Zugehörigkeit habe ich die Menschen, viele Freunde und Kollegen*innen auf der Frankfurter Buchmesse als meine Familie angesehen, mich als Teil des Ganzen in einer Gemeinschaft empfunden. Ich mag Verlagsmenschen. Sie sind liberal und freigeistig und ein wichtiger Teil unserer Demokratie.

Welche Sprecher*innen, Moderator*innen, Künstler*innen oder Creator*innen haben Sie zuletzt so richtig begeistert und warum?

Mich begeistern alle Sprecher*innen, wenn sie sich trotz Lampenfieber dazu überwinden, das vorzutragen, was ihr Anliegen ist.

Welcher ist Ihr liebster Begegnungsraum/Veranstaltungsort und warum?

Eigentlich jeder, auch wenn sie uns durch Corona aktuell genommen wurden. Nun ja, remote ist nett, aber das Gefühl und das persönliche Netzwerken fehlt einfach.

Welche Community- oder Eventformate gibt es noch zu wenig?

Hmm, mir fällt auf, dass die Neugier vieler junger Teilnehmer abhandengekommen ist. Die Chance, Referenten*innen, wie es früher mal war, im Anschluss von Vorträgen zu befragen, wird nicht mehr wahrgenommen. Aber gerade das wäre immer noch ein Format, das ich gerne aufbauen würde.

Wie messen Sie den Erfolg von Communityformaten oder Veranstaltungen und wie könnte das noch besser gelingen?

Vor Corona war die Anzahl der Teilnehmer schon ein wesentlicher Punkt, da Teilnehmer und Sponsoren die Konferenzen dort Leads generieren. Wirtschaftlich war und ist es immer ein knappes Rennen, Veranstaltungen mit mehr als 150 Teilnehmern zu veranstalten. Hinzu kommt, dass das Veranstaltungsgeschäft in den letzten Jahren explodiert, die Konkurrenz massiv gestiegen ist. Nicht gestiegen sind die Verlagsbudgets für Weiterbildung, was bedeutet, dass der gleiche Budgettopf sich auf mehr Veranstaltungen verteilt, was letztendlich ein Problem für die Auslastung aller Veranstalter darstellt.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren? Welche Art von Kontakten wäre hilfreich?

Jede*r, der mag und in der weiten Verlagsbranche zuhause ist. Hilfreich sind natürlich immer die Menschen, die Aufträge in Verlagen für Berater zu vergeben haben.

Wo finden wir Sie im Internet?

Freue mich über jeden Kontakt via Xing, LinkedIn, Twitter, Darvis.com und bin ganz versteckt bei dem im Aufbau befindlichen DeinDu.de, einem Coaching-Portal meiner Frau zu finden.

Und zu guter Letzt: Wem sollten wir diese Fragen auch mal stellen – wer ist aus Ihrer Sicht eine großartige Menschenvernetzer*in?

Christa Beiling – Sie ist eine sehr gute Freundin, berät programmatisch Verlage und Autoren und ist eine großartige, allerdings immer sehr diskrete Menschenvernetzer*in.

 

Fotos: (c) privat


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