Kerstin Carlstedt: Wir zeigen auf „Interview Lounge“ Video-Interviews mit Autoren im Internet

Die folgenden fünf Fragen werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Kerstin Carlstedt und ich bin Journalistin. Wir zeigen auf „Interview Lounge – Autoren sprechen über ihre Bücher“ Video-Interviews mit Autoren im Internet. Antriebsmotor für dieses Projekt waren all die Fragen, die beim Lesen von Büchern entstehen: Wie sind die Autoren auf ihren Stoff gekommen? Was war die Motivation, sich monatelang, vielleicht sogar jahrelang einem bestimmten Thema zu widmen? Wie gestaltete sich der Prozess des Schreibens? Wie gingen die Schriftsteller beim Entwickeln der Figuren, der Struktur und einer eigenen Sprache vor? Am Anfang war das Interview – und dann merkten wir, dass es noch viel mehr zu sagen gibt. Auch interessiert uns, welche Bücher ausgewählte Kenner der Branche und “unsere” Autoren empfehlen. Nicht zu vergessen: Wo Autoren sind, da wird natürlich auch vorgelesen – kleine Appetit-Häppchen aus den aktuellen Büchern sollen daher nicht fehlen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Jeder Tag sieht bei uns anders aus. Zum einen verbringen wir viel Zeit am Schreibtisch, organisieren Rezensionsexemplare und Drehtermine, lesen uns in Bücher ein und bereiten Interviewfragen vor. Wir treffen uns mit Autoren, die zumeist für Lesungen vor Ort sind, und filmen die Interviews mit einer Videokamera. Wieder zurück in der Redaktion bearbeiten wir das Videomaterial am Computer und kürzen die Interviews, Lesungen und Buchtipps. Wir laden die fertigen Videos auf unsere Internetseite und ergänzen sie durch zumeist eigene Texte und Bilder. Im letzten Schritt bewerben wir unsere Arbeit auf Facebook, Twitter und Youtube.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Das Projekt besteht erst seit Ende 2011. Wir sind immer noch in der Experimentierphase, probieren viel aus, verwerfen auch vieles wieder. Es ist ein klassischer Learnig-by-doing-Prozess. Wir wachsen jeden Tag ein kleines bisschen, gehen neue Kooperationen ein und erweitern ständig unseren Kreis an Interessenten.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Die Akzeptanz der Kulturberichterstattung im Internet wächst. Trotzdem haben journalistische Inhalte im Internet nicht die Bedeutung wie Berichte und Artikel der großen, etablierten Medien. Wenn renommierte (Bestseller-)Autoren aus dem Ausland anreisen, dann ist es als Internetmedium schwieriger, die Zusage für ein Interview zu bekommen, als wenn das ZDF oder die FAZ anfragt.

Wo finden wir Sie im Internet?

Der Link zur „Interview Lounge“: www.interview-lounge.tv

Bildquelle: Kerstin Carlstedt

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