Sandra Schmidt: Ohne PC geht in meinem Job nichts

Als freiberufliche Lektorin ist Sandra Schmidt wohl an einem der besten Arbeitsplätze der Welt tätig: zu Hause. Sie ist stetig auf der Suche nach neuen Herausforderungen und Autoren, die ihrem Manuskript den nötigen Feinschliff verpassen lassen wollen. Gerne berichtet sie uns hier von interessanten und eigentümlichen Begebenheiten aus ihrem Lebens- und Berufsalltag, die ihren Job immer wieder beleben und abwechslungsreich gestalten.

Als es an diesem Morgen an der Tür klingelte, sprang ich auf und begrüßte freudestrahlend eine Bekannte, die meinen neuen Arbeitsrechner unter dem Arm trug.

Ohne PC geht in diesem Job nichts und mein alter hat langsam ausgedient. Er läuft zwar problemlos, jedoch lassen Festplatten- und Arbeitsspeicher zu wünschen übrig, was von Zeit zu Zeit ziemlich nervig sein kann. Erst gestern z. B. rief mich ein Autor an, um die letzten Details bzgl. seines Manuskripts zu klären. Während er munter drauflosredete, musste ich erst seine Buchdatei öffnen, was im Endeffekt geschlagene acht Minuten dauerte, da dieses Manuskript aufgrund enthaltener Grafiken eine stattliche Größe erreicht hatte – acht Minuten können sehr lang sein …

Daher freute ich mich also umso mehr über den neuen Rechner, der perfekt schien für meine Anforderungen – vorerst. Tja, die Freude verflog schlagartig nach exakt zwei Wochen. Ein gedämpfter Knall, ein schwarzer Bildschirm und kleine Qualmwölkchen führten schnell zur Diagnose „Mainbord futsch“. Unfassbar! Na ja, der alte Rechner stand noch brav in der Zimmerecke und just drei Stunden vor dem Totalausfall hatte ich eine Sicherungskopie gemacht. Mein Fazit: Ein werksneuer PC muss her!

Übrigens sitze ich gerade – mal wieder – vor meinem alten Rechner und schreibe diesen Artikel, nachdem sich auf dem neu gekauften, ausgestattet mit neuem Betriebssystem, neuem großen Bildschirm, neuer riesiger Festplatte und neu installiertem Sicherheits- und Firewallprogramm, nach einigen wenigen Tagen ein nicht ganz so neuer fieser Virus eingenistet hat, der die komplette Software irreparabel zerstörte.

Nun halte ich bis auf Weiteres meiner „Safe-Lady“ die Stange, denn eine gute Kommunikation mit den Autoren ist mir ja auch sehr wichtig …

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