Haltung in der Bewegung: Die Rolle der Bibliotheken im digitalen, demografischen und politischen Wandel – Festrede zum Hessischen Bibliothekstag 2017

In vielen Branchen bedeutet Digitalisierung nur – es ist kein kleines „nur“ –, dass zunehmend digitale Geräte eingesetzt werden, Objekte, Prozesse, Phänomene nicht mehr mit analogen Geräten oder von Hand, sondern digital bearbeitet werden. Im Falle der Bibliotheken aber geht es um mehr, um das, was bisher, mit wenigen Ausnahmen, die nur die Regel bestätigen, den Kern, die Essenz, die Identität ausgemacht hat. Es geht um die Buchkultur. Das Buch, so seine Fans, ist nicht umsonst in den letzten 500 Jahren praktisch konkurrenzlos geblieben. Nun ja, sagen seine Kritiker, konkurrenzlos nun gerade nicht, oder was ist mit Film, der ist jetzt auch schon über 100 Jahre alt. Und wenn man sich an die Einführung von Taschenbüchern erinnert, da ist das Buch ja praktisch von sich selbst, nur in „Ramsch“, wie man damals schimpfte, angegriffen worden.

Eine Rede, die versucht, die Digitalisierung des Lesens selbst differenziert darzustellen, wird das heute aber nicht, die hätte ich hier gern vor fünf Jahren gehalten, als mich jemand in der Rheinischen Post „Totengräberin unserer schönen Buchkultur“ nannte, weil ich E-Books verlege. Das würde so heute nicht mehr die Redaktionskonferenz überleben.

Menschen, auch solche, die gedruckte Bücher über alles lieben, haben mittlerweile verstanden, dass E-Books die Buchkultur nicht ersetzen, sondern erweitern und ergänzen.

Im Bereich des professionellen Umgangs mit Büchern gab es aber etwas noch viel Wichtigeres zu lernen. Kurz zur Klärung: Ich rede im Folgenden nicht von genuin digitaler Literatur, mit der ich mich in meinem Verlag beschäftige, das ist wieder eine ganz andere Baustelle, zu der ich gern nachher später im Gespräch etwas sagen kann, ich spreche hier zu Ihnen als Netzperson, als Mensch, der sich organisch im Internet bewegt und darin und damit arbeitet. Ich spreche zu Ihnen als Netzperson, die Literaturwissenschaftlerin, Verlegerin, Mutter und Leserin ist. Ich spreche zu Ihnen als Netzperson, die extrem positive Erinnerungen an die Bibliothekarin von Ober-Erlenbach Mitte der 70er-Jahre hat, Frau Patschek, bei der ich mir einmal pro Woche einen Autokofferraum voller Bücher abholte.

Für die Hintergrundbilder meines Vortrags habe ich das Grimmsche Märchen Rapunzel ausgesucht, in dem es um Angst, das besorgte Wegschließen von Schönem, unkontrollierbare Gelüste, Nichtrichtigsehenkönnen, merkwürdige Tools und das Geschenk eines klaren Blicks geht. Bibliothek ist Rapunzel, Hexe ist Tradition, Prinz ist Digitalisierung. Oder vielleicht ist Bibliothek auch Turm, Tradition Prinz und Rapunzel Digitalisierung. Sehen Sie, hören Sie, analysieren Sie selbst.

Was ist eine Bibliothek? Nicht für Sie, die Profis, sondern für Normalsterbliche.

Bibliothek, das war bis vor kurzem selbstverständlich erst einmal was mit Büchern, in allen anderen Fällen bedurfte es zusätzlicher Erklärung. Es gab auch in analogen Zeiten schon Film-, Musik-, Handschriften-Archive und -Sammlungen, also Nichtbuch-Bibliotheken – es ist aber nicht grundlos, dass wir Älteren in der westlichen Welt daran gewöhnt sind, alles, was Inhalte versammelt, Bibliothek zu nennen, hier liegt eine gelernte Bevorzugung des Mediums Buch vor.

Das Internet hat dies für seine Nutzer grundlegend geändert und diese Veränderungen erreichen auch die Welt der Bibliotheken. Im Netz fließt alles – digitales panta rhei –, was die bisherige Welt aus den Angeln hebende Konsequenzen hat. Lesen im Netz ist nicht das Lesen von Büchern, sondern das Lesen, Hören und Ansehen von hybrid ineinanderfließenden Inhalten: Bücher sind Videos sind Blogs, sind kurze Postings auf Facebook, sind Tweets, sind Snaps, sind kontextlose Zitate, sind Memes.

Meine Teenagersöhne achten nicht darauf, ob sie gerade Text in einem Spiel lesen, ein Video ansehen oder im Video einem YouTuber beim Gamen zusehen, ihre Kultur ist, obwohl einer von ihnen noch viel und gern Bücher liest, nicht mehr die Buchkultur, aber auch nicht die bewusste Netzkultur älterer Bloggender. Sie mischen, weil sie nicht mehr darüber nachdenken, sogar physische und virtuelle Realität, chatten mit dem Freund, der neben ihnen sitzt und beide gemeinsam mit einem Dritten, der online präsent ist. Die meisten Jüngeren und auch ich in schönen Momenten im Netz, wir sind wirklich im Flow.

Flow-Menschen sind das neue Zielpublikum von Bibliotheken. Lernen Sie sie kennen.

Man muss keine Angst vor den Flow-Menschen haben, man muss, wenn man mit ihnen oder für sie arbeiten möchte, nur verstehen, wie sie ticken.

Im Netz und im Flow geht es oftmals nicht um identifizierbaren Sinn, „Hermeneutik ist heilbar“, endete mein Vortrag auf der Re:publica 14. Es geht beim Posten dieser Inhalte auch nicht klassisch um Autorschaft, es geht vor allem um Performanz, ums Dabeisein, Gesehenwerden, Sichzugehörigfühlen.

Als Bibliotheksmensch kann es einem da grausen, aber nur, wenn man solche Netzphänomene mit dem Buchblick taxiert.

 


Privatbild von Kaiserin Sisi: banal oder nur ungewohnt?

Der Buchblick gehört da aber nicht hin, bessere Referenz ist das Gespräch mit dem Nachbarn am Gartenzaun, denn das Posten, Teilen und Kommentieren im Netz ist flüssig bleibender sozialer Kitt. Und die „Hater“, Menschen oder von Menschen programmierte Bots, die offen oder anonym Hassartikel und -kommentare posten, womit sie aktuell stark die Stimmung im Netz verderben, sie sind halt besonders bösartige Nachbarn.

Erst einmal aber ist das Phänomen geteilter Inhalte im Netz als soziale Performance neutral. Es ist einfach so. Phänomene an sich neutral zu betrachten, ist überhaupt eine vernünftige Haltung, man sieht so viel besser und hat dadurch mehr Entscheidungsfreiheit. Fast jedes Phänomen, jede Technik, jeder Trend lässt sich ästhetisch und politisch nutzen bzw. ausnutzen – je nachdem, wie man so drauf ist, um die Welt ein bisschen besser zu machen oder politische Gegner zu diskreditieren.

Die zweite große Veränderung, die aus dem Netz kommt, betrifft den Aggregatzustand von digitalen Inhalten. Diese haben nicht nur keinen eindeutigen physischen Träger mehr – E-Book-Reader, Tablets, Smartphones sind ja keine elektronischen Bücher, Filmrollen oder Schallplatten, sondern faktisch tragbare Bibliotheken, Discos und Kinos –, die Inhalte fließen auch selbst, verändern sich, werden fortwährend geteilt, bearbeitet, ergänzt, korrigiert, versioniert. Wer auf Autor als Genie und letzte Worte steht, muss das hassen. Wer an lebenslanges Lernen, Dialog, Inklusion und Teilhabe glaubt, liebt es oder kann es lieben lernen. Wie meist, ist alles eine Frage der Umsetzung und der Mitwirkenden. Ich persönlich glaube eher nicht an Schwarmintelligenz oder -güte, aber daran, dass in freundlich moderierten vielstimmigen Gesprächen Erkenntnis gewonnen wird.

Als ob Bibliotheken nicht schon genug zu tun gehabt hätten, sollen sie sich jetzt also mit Inhalten beschäftigen, die nicht mal eine klar identifizierbare Form annehmen, na toll. Man hat also gefühlt, besser gesagt, projiziert, mit einem Schlag doppelt den Boden unter den Füßen weggezogen bekommen. Tatsächlich aber hätten diese Wandlungsprozesse bei weniger distanzierter Haltung ja durchaus auch früher, vielleicht sogar von Anfang an beobachtet und konstruktiv in die eigene Arbeit eingebunden werden können, was aber nur in Einzelfällen geschah.

Das Gute ist, nichts ist zu spät und so schlimm ist das alles auch nicht, man muss nur – wieder kein kleines „nur“ – etwas an der eigenen Perspektive schrauben.

Den zwei kategorialen Änderungen bei potenziell Bibliotheken Nutzenden und potenziell von Bibliotheken anzubietenden Inhalten kann man am besten begegnen, in dem man selbst Teil der Bewegung wird. Holen Sie sich als Institution bitte keine von einer fancy Agentur angebotene Social-Media- oder Gamification-Fortbildung für mehrere zehntausend Euro ins Haus, sondern beobachten Sie als Person Kinder und Jugendliche. Schauen Sie genau zu, was die Kids bei Ihnen zuhause, bei den Nachbarn, in der U-Bahn, im Medienbereich Ihrer Bibliothek machen, worüber und, vor allem, wie sie sprechen, wie sie mit den Geräten hantieren, wie sie ihre Hände beim Tippen bewegen. Lassen Sie sich Sachen zeigen, fragen Sie nach. Machen Sie die Augen auf. Machen Sie in Ihrer Bibliothek Workshops, bei denen Sie selbst die Teilnehmenden sind und Kinder und Jugendliche die Dozierenden, die ihre Plattformen und Games präsentieren. Bezahlen Sie sie dafür, es sind Expertinnen und Experten, aber bitte nicht mit Büchern, sondern mit Paysafe-Karten.

Internetplattformen und Games sind, wie schon angedeutet, nicht nur technische und ästhetische, sondern auch soziale Phänomene, deshalb macht nichts Sie zukunftsunfähiger als eine künstliche Distanz zu diesen. Leben Sie nicht in einem kulturellen SUV. Sollten Sie gern „dieses“ vor die Namen solcher Phänomene stellen, also „dieses YouTube“ oder „dieses Snapchat“ sagen, habe ich Sie schon erwischt, dann müssen Sie an sich arbeiten. Testen Sie „dieses Internet“ selbst, probieren Sie sich selbst im Internet aus, legen Sie Accounts auf verschiedenen Plattformen an, YouTube, Instagram, Snapchat, wenn Sie Single sind, auch auf Tinder. Facebook und Twitter brauchen Sie, um die Verbindung zu medienaffinen Älteren nicht zu verlieren, Jugendliche sind da kaum unterwegs. – Sie können das alles später gern wieder abtun, dann aber aus eigener Erfahrung und Analyse, nicht aus Dünkel und Vorurteil. Der Unterschied ist gigantisch, denn Sie werden, das garantiere ich Ihnen, manches hassen, manches lieben und wieder anderes ungerührt betrachten, so wie in allen anderen Bereichen Ihrer Lebenswelt auch.

Die Plattformen verändern sich dauernd und man sich mit ihnen, früher habe ich begeistert auf Facebook geschrieben, aktuell inspiriert mich Instagram wieder. Mit der bloßen Existenz eines  Facebookaccounts ist man also nicht für alle Ewigkeit aus dem Schneider, wenn man am Ball bleiben möchte, denn das Netz, alles fließt, Sie auch.

Am Ball bleiben bedeutet nicht, dass man alles nachmachen, auf jeden Zug aufspringen, jeden Trend mitmachen muss. Es bedeutet, dass man genau beobachtet und analysiert, damit man vernünftige Entscheidungen treffen kann, so wie die Bayerische Staatsbibliothek, die frühzeitig mit Google Books kooperiert hat, dabei aber die Art und Weise der Zusammenarbeit immer stark mitsteuert.

Man muss sich immer wieder fragen: Welche digitalen oder anderen neuen Produkte, Phänomene, Prozesse passen aktuell oder wahrscheinlich zukünftig zu unserem Haus und zu unseren Menschen, welche nicht? Keine Bibliothek der Welt muss Snapchat machen, wer das behauptet, hat keine Ahnung vom Netz oder will Ihnen etwas verkaufen, aber wenn es sich ergibt, dass einer von den Mitarbeitenden Snaps bei der Arbeit macht, kann dies im Netz sehr positiv wirken.

Auch immer wieder aufs Neue zu fragen ist: Welche bestehenden Produkte, Phänomene, Prozesse passen nicht länger zu unserem Haus und zu unseren Menschen, welche schon noch? Wer nach dem Digitalisieren der Inhalte Hals über Kopf alle Bücher ausmustert und Zeitungen vernichtet, macht mir Angst, weil jetzt schon spürbar ist, dass es ein postdigitales Gefallen am Haptischen gibt. (Postdigital bedeutet nicht, dass man das Digitale ausgesessen hat, bis es wieder verschwunden ist, sondern dass man es als gegeben und sich als Teil davon ansieht und es deshalb an sich kaum mehr thematisiert.)

Auch wer alles outsourct, riskiert unnötigen Kontrollverlust. Vielleicht ist Agentur X, die Prozess Y betreut, in zehn Jahren pleite, und was ist dann mit meinen Daten?

Vernünftiger ist es, Sachen inhouse zu lernen bzw. mit Partnern in stabilen Netzwerken zu entwickeln. Das ist erst mal anstrengend, weil man es wirklich selbst machen muss, dann aber einfacher – vor allem aber ist es nachhaltig. Inhouse heißt aber nie: „Hey du, du machst jetzt Social Media, weil du der Jüngste bist, das also automatisch kannst.“ So gehen viele Institutionen vor und haben dann die schlimmsten Twitteraccounts der Welt. Besser ist es, bei einem Meeting abzuklopfen, wer vielleicht zufällig eh schon followerstark oder zumindest leidenschaftlich twittert. Nutzen Sie im Internet das Potenzial Ihrer Mitarbeitenden. Dazu müssen Sie diese viel besser kennenlernen und viel weniger in Jobbeschreibungen denken. Ich behaupte: Eine Bibliothek braucht keine Social-Media-Agentur, sondern muss ihr Kollegium social denken. Vermutlich findet sich schnell jemand, der liebend gerne von der nächsten Lesung twittern möchte. Oder instagrammen. Oder youtuben.

Als Zeichen guten Willens schreiben bitte jetzt alle hier, die einen Twitteraccount haben, einen Tweet mit Hashtag. Gibt es ein Hashtag? Nein? Dann nehmen Sie jetzt #bibliothekstag17. Sie müssen das jetzt wirklich tun, sonst beschwere ich mich nachher peinlich für Sie im Internet.

Ich behaupte: Wer sich dem Digitalen offen aussetzt, also mit Jüngeren Kontakt auf Augenhöhe hat und fortlaufend Selbstversuche mit neuen Plattformen und Formaten unternimmt, wird nach wenigen Monaten ein gutes Gefühl für organische Digitalisierung haben und wissen, wo die Angst vor Kannibalisierung berechtigt ist.

So kann m. E. jemand, der seine Bibliothek in eine Art Starbucks verwandelt, auch gleich ein Streichholz daran halten, ich sehe das ähnlich kritisch wie Kettenbuchhandlungen, die wie Nanunana-Tüddelläden aussehen, das mag einem kurz- bis mittelfristig den Hals retten, nachhaltig ist es nicht.

 

Still aus Das Schloss im Himmel von Hayao Miyazaki (Japan, 1986)

Die Bibliothek sollte der Ort bleiben oder wieder werden, an dem die Eigenart und Schönheit von Büchern physisch erfahrbar ist. Dieses Angebot sollte sich insbesondere an ein Publikum richten, das sonst durch Armut vom Luxusgut gutes und schönes Buch ausgeschlossen ist.

Bibliotheksmenschen haben die Kraft, Mentoren von Benachteiligten zu werden, ihnen den Zugang zu Bildung und Ästhetik zu vermitteln. Dies ist eines ihrer professionellen Privilegien, nicht das Sagen des WLAN-Passwortes oder das Zubereiten von Soja Chai Latte. Sie bestimmen mit, wie gut Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zukünftig integriert sein werden. Sie bestimmen mit, ob Kinder und Jugendliche aus haltlosen familiären Verhältnissen stabilisierende Erfahrungen machen, die sie vor Radikalisierung schützen. Dass eine einzige Mentorin, ein einziger Mentor so einen Unterschied machen kann, hat mir gerade das vielbesprochene Buch Hillbilly Elegy von J. D. Vance wieder ins Gedächtnis gerufen.

Holen Sie diese Kinder über kostenlose Computer- und WLAN-Nutzung in Ihr Haus, und dann kommen Sie mit Ihnen ins Gespräch. Fragen Sie sie nach ihrer Geschichte, lesen Sie ihnen vor, eröffnen Sie ihnen eine Welt, nach der sie sich sehnen können und auf die sie zuarbeiten möchten.

Die Bibliothek als wieder spürbar öffentlich zugänglicher Raum, in dem man – mit Ausnahme von wirklich schalldichten Ruhezonen – sprechen und, weil es 2017 ist, auch Smartphones benutzen darf, ist eine schöne und realistische Vision.

In ihrer digitalen Ausprägung sollte diese Bibliothek zur Gänze und ohne Qualitätsverlust in den Geräten der Nutzenden abgebildet werden können. Es muss das Ziel sein, dass jede und jeder alle Inhalte aus dem Bestand der Bibliothek und deren Netzwerken jederzeit kostenlos nutzen kann. Noch ist fortwährende Daten-Migration der Preis für dieses Bemühen, er muss gezahlt werden, bald wird das kein Thema mehr sein.

Im Prinzip sage ich: Die physische Bibliothek muss – mit Ausnahme vom Publikum – exklusiver, die digitale inklusiver werden. In der Bibliothek der Zukunft bekomme ich jeden Titel auf meinem Rechner zuhause, aber ich möchte unbedingt regelmäßig selbst dorthin gehen, weil es ein so wunderbarer Ort ist: ein Ort der Begegnung, des Gespräches, aber eben vor allem immer noch des Buches.

Wenn Sie sich jetzt fragen: Will diese Frau Frohmann unsere schöne Bibliothek in ein trendiges Manga-Luftschloss verwandeln? Nein, möchte sie nicht; ich möchte, dass Sie selbst sich verwandeln, in Flow-Menschen, damit das Lesen und die Bibliothek zeitgemäß und schön bleiben. Und auch, damit Ihnen nicht 2019 jemand verkauft, dass Ihr Team eine Barista-Fortbildung braucht.

Übrigens erfindet auch Digitalisierung nicht das Rad neu. Sie ist ein neutrales Mittel, kein Zweck. Das trendige Luftschloss auf diesem Bild stammt aus Gullivers Reisen von Jonathan Swift, der Roman ist von 1726, die Illustration von 1838. Hayao Miyazaki hat sich 1986 für sein Anime Das Schloss im Himmel, das im letzten Bild zu sehen war, davon inspirieren lassen.

Die Texte und Bilder der Tradition befinden sich in Ihren Häusern. Stellen Sie sie online. Sie gehören allen, und sie gehören dem Flow.

The time is now.
Jetzt ist die Zeit.
Sie sind die Gegenwart und die Zukunft.
Machen Sie etwas daraus.
Bleiben Sie im Flow.
Entwickeln und bewahren Sie dabei Haltung.
Das können nur Sie selbst, nicht Ihre Institution.

Vielen Dank schon jetzt dafür.

Die Rede als Download beim Deutschen Bibliotheksverband e. V.

2 comments

  1. Stephan Stober says:

    Liebe Frau Frohmann,
    vielen Dank für diese Rede! Ein sehr lesenswerter Text, der hoffentlich viele erreicht und zu spannenden Auseinandersetzungen anregt beziehungsweise bestehende Diskussionen neu belebt und befeuert.
    Herzliche Grüße
    Stephan Stober

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