Rike Drust: #LiesdasAfD für weltoffene Buchtipps zum Bundesweiten Vorlesetag

Kurze Beschreibung des Unternehmens/Akteurs

Rike Drust ist Werbetexterin, Feministin, Autorin (Muttergefühle 1+2), Bloggerin (www.infemme.com) und schreibt für diverse Magazine wie Missy Magazine und Sleaze zu Themen wie Popkultur, Musik, Geschlechterforschung und allem, was mit Mutterschaft zu tun hat. Sie lebt mit Ihrem Mann und den Kindern in Hamburg.

Beschreibung der Maßnahme , inkl. der verfolgten Ziele

Mit ihrer Aktion #liesdasafd fordert Rike Drust gemeinsam mit der Buchbloggerin @JuliLiest Leser*innen dazu auf, sich zur Einladung der Stiftung Lesen zum Bundesweiten Vorlesetag an AfD-Abgeordnete aktiv zu verhalten. Leser*innen, Blogger*innen und einfach alle werden aufgerufen, sich entweder direkt an die Stiftung Lesen zu wenden oder in den sozialen Netzwerken lautstark zu werden und dort Bücher vorzustellen, die für eine vielfältige und bunte Gemeinschaft mit Kindern stehen:

„Am 17. November findet der von der Stiftung Lesen bundesweite Vorlesetag statt. Zu diesem werden Prominente und Politiker eingeladen, um Kinder in Kitas und Schulen vorzulesen.

Nun erhielten dieses Jahr die unpersonalisierte Einladung auch Mitglieder der AfD. Warum, weiss ich auch nach der Stellungnahme der Stiftung Lesen nicht so genau. Aber: ich finde das ätzend. Wenn ich mir vorstelle, dass meine kleine dreijährige Tochter fröhlich und erwartungsvoll da sitzt und dann ein Mensch anfängt zu lesen, der behauptet, Boateng will niemanden als Nachbarn, schaudert es mich. Gerade heute morgen hat sie sich noch die dunkle Haut ihrer Kitafreundin gewünscht.

(…)

Im tollen Blog „Juli liest“ wird auch Stellung genommen zur AfD-Einladung und der Vorschlag gemacht, den Vorlesetag zu fluten. Dort gibt es eine eigene Kategorie „Weltkultur statt Leitkultur“ mit wunderbaren Büchertipps.

Habt ihr noch mehr? Bücher zu Themen wie Homosexualität, Transsexualität, Regenbogenfamilien, Diskriminierung, Flucht Hautfarben, Anderssein, Gerechtigkeit, Toleranz, alles, was der AfD selbst mal guttun würde, ist gefragt. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir unter dem Hashtag #liesdasafd ganz viel sammeln würden und ganz viele mit großen erpresserischen Kinderaugen bitten würden, die Bücher vorzulesen.“

 


Inwiefern ist/war die Maßnahme erfolgreich oder neuartig?

Einige Reaktionen in Blogs:

Rike Drust zeigt damit einmal mehr, dass man das Netz für klare Positionen nutzen kann und ruft zudem mit viel Humor Leser*innen dazu auf,  mehr vorzulesen und mehr mitzusprechen.

 

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