DuMont Buchverlag: Suppen für Syrien

Kurze Beschreibung des Unternehmens/Akteurs

Der 1956 gegründete DuMont Buchverlag verbindet heute die Programmbereiche Literatur, Sachbuch und illustriertes Sachbuch. Das Literaturprogramm schließt deutschsprachige und internationale Gegenwartsliteratur sowie gehobene Spannungs- und Unterhaltungsliteratur ein. Im Sachbuch finden sich Biografien, Kulturgeschichte und Populärwissenschaftliches sowie zahlreiche Text- und Bildbände aus dem Bereich Kunst, Design und Lebensart.

Beschreibung der Maßnahme

Ein Buch, das zu helfen hilft: Das Charity-Buch-Projekt »Suppen für Syrien« von Barbara Abdeni Massaad, welches Rafik Schami im letzten Jahr an den DuMont Buchverlag herantrug; ein Kochbuch, das mit Rezepten aus aller Welt die Situation syrischer Flüchtlinge zu verbessern sucht.

Barbara Abdeni Massaad

Mehr als eine halbe Million Menschen leben in dem Flüchtlingscamp in Beirut, das Barbara Abdeni Massaad im Winter 2014/2015 jede Woche besuchte, um dort für etwa 50 syrische Familien zu kochen. Gegen das Elend, dem sie dort begegnete, wollte sie jedoch noch mehr tun. Die Fotografin und Kochbuchautorin bat international bekannte Köchinnen und Köche, u. a. Yotam Ottolenghi und Anthony Bourdain, um jeweils eines ihrer Suppenrezepte. Aus dem überwältigenden Rücklauf stellte sie das Kochbuch »Soup for Syria« zusammen, das in den USA schnell zum Bestseller wurde.

 

Mit »Suppen für Syrien« liegt seit März 2017 die deutsche Fassung vor, in neuer Gestaltung, mit einem Vorwort von Rafik Schami und um Suppenrezepte deutscher Köchinnen und Köche erweitert. So steuerten u. a. Sarah Wiener, Christian Rach, Nelson Müller, Mario Kotaska, Ralf Zacherl, Meta Hiltebrand, Elisabeth Raether und viele andere Rezepte bei.

Hundert Prozent der Erlöse gehen an Rafik Schamis Flüchtlingshilfsorganisation Schams e. V., u. a. verzichtet der Außendienst des Verlags auf seine Provision und Rafik Schami unterstützt das Buch-Projekt durch eine Benefiz-Tournee mit über 20 Veranstaltungen im gesamten deutschsprachigen Raum.

Begleitend zum Buch hat der Verlag eine eigene Facebook-Seite eingerichtet, mit viel Raum für die Dokumentation von Spenden und Aktionen: www.facebook.com/suppenfuersyrien. Ins Leben gerufen wurde auch der Hashtag #suppenfürsyrien, mit dem bislang mehr als 1.400 Beiträge versehen wurden. Eine von Bilandia realisierte Canvas Page sorgt zusätzlich für Aufmerksamkeit im Netz. Neben Postkarten und Plakaten, ließ der Verlag einen Flyer mit Ideen, wie das Projekt unterstützt werden kann, produzieren.

Inwiefern ist/war die Maßnahme erfolgreich oder neuartig?

Schon jetzt sind mehr als 80.000 € allein mit dem Verkauf des Buchs für Schams e. V. zusammengekommen. Darüber hinaus spenden alle Veranstalter ihre Einnahmen gleichfalls an Schams e. V. Durch viele kleinere Aktionen, wie das Engagement lokaler Initiativen, die Rezepte aus dem Buch nachkochen, Blogbeiträge oder auch die Bereitschaft vieler Buchhandlungen, die »Suppen« besonders prominent zu platzieren, gingen zudem viele Spenden direkt bei Schams e. V. ein.

Im März dieses Jahres erschienen, liegt »Suppen für Syrien« nun in der vierten Auflage bei einer Auflagenhöhe von 15.000 Exemplaren vor.

Prominente Köchinnen und Köche wie Sarah Wiener, Christian Rach, Meta Hiltebrand, Elisabeth Raether, Mario Kotaska, u. v. a., erklärten sich für die deutsche Ausgabe bereit, Suppenrezepte beizusteuern. Mario Kotaska war auch bei der Kölner Buchpremiere im März dabei, um sich persönlich ein Bild von dem Projekt zu machen. Slow Food Deutschland e. V. unterstützt das Buch-Projekt, Ursula Hudson, die Vorsitzende, schrieb neben Rafik Schami ein zweites Vorwort.

Rafik Schami

Zahlreiche namhafte Institutionen und Unternehmen der Buch- und Medienbranche konnten als Unterstützer gewonnen werden, die das Buchprojekt mit verschiedensten Dienstleistungen, Maßnahmen und Aktionen unterstützen: Lovelybooks.de, Vorablesen.de, 10seiten.de, Bilandia, Thalia, Osiander, LG Buch, u. v. a. Vor allem die vielen kleineren Buchhandlungen beteiligten sich mit ungewöhnlichen und kreativen Aktionen.

Bis zum heutigen Tag ist ein großes Medienecho mit zahlreichen Beiträgen im Hörfunk, in Zeitungen und im Fernsehen, zu verzeichnen.

Ausblick: Wie geht es weiter?

»Suppen für Syrien« ist in der vierten Auflage lieferbar, Rafik Schami geht im Herbst dieses Jahres weiter auf Benefiz-Lesungstour und die Frankfurter Buchmesse erklärte sich bereit, eine Wand als Werbefläche für das Buch kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Eine Maßnahme, die bereits die Leipziger Buchmesse im März dieses Jahres zur Unterstützung des Projekts angeboten hatte.

 

 

 

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Fotocredits:

Rafik Schami (c) Arne Wesenberg
S. 2 © Barbara Abdeni Massaad 2016
S. 34 Persische Bohnensuppe © Barbara Abdeni Massaad 2016, Rezept © Greg Malouf
S. 45 Berliner Erbsensuppe © Barbara Abdeni Massaad 2016, Rezept © Elisabeth Raether 2015, ZEITmagazin, Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG
S. 61 Scharfe Muschelsuppe mit Pastirma © Barbara Abdeni Massaad 2016, Rezept © Garrett Melkonian
S. 62 Abe Guscht – persischer Eintopf mit Kichererbsen und Lamm © Barbara Abdeni Massaad 2016, Rezept © Jaqueline Amirfallah
S. 100 Griechische Kichererbsen-suppe mit Zitrone und Rosmarin © Barbara Abdeni Massaad 2016, Rezept © Laurie Constantino
S. 103 Eintopf von Kichererbsen und Garnelen mit Chorizo © Barbara Abdeni Massaad 2016, Rezept © Nelson Müller
S. 123 Roten Linsensuppe aus Aleppo mit Verjus © Barbara Abdeni Massaad 2016, Rezept © Aziz Hallaj
S. 156 Pilzcremesuppe © Barbara Abdeni Massaad 2016, Rezept © Candice Lorfing
S. 162 Suppe aus gebackener Rote Bete © Barbara Abdeni Massaad 2016, Rezept © Barbara Abdeni Massaad
S. 170 Scharfe Süßkartoffelsuppe © Barbara Abdeni Massaad 2016, Rezept © Oumayma Nadar
S. 181 Tomaten-Basilikum-Suppe mit Brot © Barbara Abdeni Massaad 2016, Rezept © Martyna Monaco
S. 192/193 © Barbara Abdeni Massaad 2016
S. 198 © Barbara Abdeni Massaad 2016

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