Zweiter Tisch: In der Kunst eine Heimat – Die Gäste

Am zweiten Abend werden sich Gäste kennenlernen, die sich mit der Erfahrung von Flucht und Exil als Schriftsteller, Theatermacher oder Maler auseinandersetzen.

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LYDIA ZIEMKE
Lydia Ziemke kreiert Theaterabende – in den letzten Jahren vermehrt von und mit arabischen Autoren und Theatermachern – aber auch Stücke fürs Radio sowie kleine Festivals, und schreibt Texte für Magazine, Tageszeitungen und zuletzt ein E-Book mit Patras Bwansi. Politisch vertieft sie Themen zusammen mit Felix Gebauer im Salon ÜberMorgenLand. Als der Flüchtlingsprotest in Berlin begann, traf sie unter anderem Patras Bwansi und lernte viel über das deutsche Asylsystem und sich selbst. Sie entschied, daß sie in dem Zusammenhang am besten künstlerisch aktiv werden kann, und ihre Infrastruktur mit den neuen Kollegen zu teilen. Dadurch entstehen immer neuen Kooperationen.

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Tahera Hashemi (rechts) mit Schauspielkollegin Lucie Zelter bei den Proben.

TAHERA HASHEMI
Tahera Hashemi ist 23, lebt seit drei Jahren in Berlin und spielt hier Theater. Sie hat in Kabul Regie studiert und eine Kompanie geleitet, jetzt hat sie vor, in Deutschland Schauspiel zu studieren. Im Moment erarbeitet sie mit Lydia Ziemke und suite42 ein neues Stück. Sie sagt von sich, daß sie immer Lebensfreude hatte und die überall findet, dass sie so frei wie möglich lebt, aber immer mit lieben Menschen, daß sie immer ein gutes Bild von Deutschland hatte und auch jetzt ein gutes Gefühl hier hat. Daß es in einer Gesellschaft Rassismus und Missverständnisse gibt, findet sie normal, und das man es bekämpft, auch. Sie liebt das Reisen und will berühmt werden.

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KHALED BARAKEH
Born in 1976 in Damascus Suburb, Khaled Barakeh graduated in 2005 from the Faculty of Fine Arts in Damascus, Syria, and completed his MFA at Funen Art Academy in 2010 in Odense, Denmark. He has exhibited at the Künstlerhaus Stuttgart; Golden Thread Gallery, Northern Ireland; Kunsthalle Brandts; Ovegarden, Denmark; Smack Mellon in New York City; and many other institutions. Barakeh finished his Meisterschueler with Simon Starling, at the Städelschule Art Academy in Frankfurt am Main in 2013.

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ACHIM ENGELBERG

Achim lebt und arbeitet in Berlin. Als Journalist bereist er Europa und schreibt u.a. für die NZZ und Der Freitag. Sein Vater Ernst Engelberg, Wissenschaftler und Kommunist, flüchtete mit der Hilfe von Max Horkheimer 1940 nach Istanbul.  Im Jahr 2007 publizierte Achim Engelberg das Buch Wer verloren hat, Kämpfe über Hitlerflüchtlinge, die nach 1945 wieder nach Deutschland zurückkehrten und auf beiden Seiten des Kalten Krieges sich engagierten. Das Buch endet mit den Worten:
„In vielen Konflikten, die das Leben der Remigranten prägten, finden wir unter veränderten Umständen die unserer Epoche wieder. Man denke nur an den immer größer werdenden Gegensatz zwischen Arm und Reich, an moderne Technik neben archaischer Barbarei, an die Fragen einer Reformierung oder Revolutionierung der Gesellschaft und ob jede Utopie an der Natur des Menschen scheitern muss. Dass diese Erlebnisse und Erfahrungen am Lebensabend der Zeitzeugen notiert wurden, geschah nicht nur, um etwas zu bewahren. In Vielem erscheinen im Stoff von gestern die Fragen von heute.“

Armin

ARMIN MOBASSERI
Armin arbeitet freiberuflich als Kameramann für verschiedene Film- und Fernsehproduktionen. Als Regissuer bzw. Autor und/oder Produzent hat er mehrere Kurzfilme realisiert sowie eine Miniserie für den NDR. Seit einer Weile betreibt er verstärkt Stoffentwicklung. Armin hat zudem einige in Auftrag gegebene Kunstprojekte u.a. in Kolumbien, Italien und Israel verwirklicht. Er leitet szenische Film-Workshops mit Kindern und Jugendlichen in Berlin-Neukölln.
Als Sohn eines Iraners und einer Deutschen beschäfigt er sich in seinen Stoffen mit den verschiedensten Formen der Interkulturalität. Mehr auf www.arminmobasseri.com

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Veranstaltet von:
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