Literaturbüro Ruhr e.V.

Literaturbüro Ruhr e.V.
Gladbeck

Das regional arbeitende Literaturbüro Ruhr e.V. (mit Sitz in Gladbeck) präsentiert und vermittelt die Vielfalt von Literatur und Sprache, das darin zu entdeckende Widerständige, Utopische, Vergessene und scheinbar Bekannte oder Fremde. Seit 1986 lädt es große Autorinnen und Autoren aus aller Welt ins Ruhrgebiet ein und hat sich durch achtsam inszenierte Veranstaltungen einen Namen gemacht.

Mit der Kontinuität und Qualität seiner Projekte gibt das Literaturbüro Ruhr dem kulturellen Leben in Nordrhein-Westfalen wichtige Impulse. Es schafft Orte der lebendigen Literatur, Foren für den Dialog zwischen den Künsten und Kulturen.

Das gemeinnützige Literaturbüro Ruhr fördert ganzjährig literarisches Leben, also das Publikum, die Autoren, das Lesen und Schreiben zwischen Dortmund und Moers, Haltern und Hattingen. Seit 1986 vergibt unser Literaturbüro mit dem Regionalverband Ruhr den Hauptpreis und die Förderpreise des Literaturpreises Ruhr (Preissumme 15.110 Euro).

Bei den Festivals, Reihen und Einzelveranstaltungen des Literaturbüros Ruhr werden immer auch die politischen Aspekte der Literatur betont. Gäste wie Antonio Skármeta aus Chile, Mehmet Murat Somer aus Istanbul, Ismail Kadare aus Paris, Péter Nádas aus Ungarn, Patrícia Melo aus São Paulo, Gioconda Belli aus Nicaragua, Roger Willemsen aus Hamburg oder Hamed Abdel-Samad aus Ägypten/München helfen dabei, flüchtige Inseln der hintergründigen Phantasie im Meer der vordergründigen Fun-Kultur aufzuschütten.

Für die fünf Literaturbüros in NRW gibt das Literaturbüro Ruhr alljährlich den „Weiterbildungskalender für Autorinnen und Autoren“ heraus. Über die Jahre konnten Schriftstellerinnen und Schriftsteller in „Meisterklassen auf Zeit“ und mit Hilfe von Weiterbildungsbausteinen ihr persönliches Berufswissen erweitern. Kenner des Marktes aus Verlagen, Fachleute aus den Medien, Wissenschaftler und erfahrene Autorinnen und Autoren tragen als Referenten zum hohen Niveau der Seminare bei.

Schriftsteller, die aus dem Ruhrgebiet stammen (z.B. Marion Poschmann oder Ralf Rothmann), und die Großen der Weltliteratur werden bei den jährlich stattfinden Themenfestivals eingebunden. Stewart O’Nan, Louis Begley und Colum McCann aus den USA waren ebenso Gäste wie der Literaturnobelpreisträger Günter Grass, der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins oder auch der Finne M. A. Numminen in der Maschinenhalle Zweckel, einem im Stil des Historismus erbauten Industrie-Schloss. 500 Menschen hörten dem Erfinder des legendären Tangos „Ich mit meiner Braut im Parlamentspark“ zu und die Hälfte davon blieb bis spät in die Nacht, um auf dem eigens verfugten Parkett Tango zu tanzen.

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