Wibke Ladwig im Programm:

Version 1 der ORBANISM-PUBLISHING-E-Book-Anthologie Gastfreundschaft

Die erste Version der Gastfreundschaft-E-Book-Anthologie ist als ePub und mobi erschienen. Wer sie kostenlos bekommen möchte, bitte Mail an Christiane Frohmann, cf AT orbanism.com schicken.

Mit Texten von Jacqueline Asadolahzadeh, Hannes Bajohr, Simone Bauer, Zoë Beck, Klaus Daniel, Birte Förster, Tania Folaji, Christiane Frohmann, Maria Jürgensen, Ekkehard Knörer, Wibke Ladwig, Anne Matuschek, Stefan Mesch, Michaela Maria Mueller, Hendrik Neubauer, Steffi Rossdeutscher, Jasmin Schreiber und Cosima Stawenow

Mit #orbanismgastfreundschaft, einem Blog- und Gratis-E-Book-Projekt wollen wir vorsätzlich positive Bilder, Gedanken und Vorstellungen in die Welt und zum Zirkulieren bringen. Wir hoffen, es so wieder plausibler zu machen, dass es zum Menschsein gehört, anderen Freundlichkeit entgegen zu bringen und ihnen in Notsituationen auch Schutz zu gewähren.

Der Text von Giulia Becker konnte aus rechtlichen Gründen nicht ins E-Book aufgenommen werden, ist aber nach wie vor im Blog lesbar.

Gast sein – ein Text zur Gastfreundschaft von Wibke Ladwig

Setz’ dich. Bist du durstig? Hungrig? Müde? Brauchst du erstmal Ruhe? Möchtest du dich vielleicht hinlegen?
Es war eine lange Fahrt. Nun bin ich da. Ein Gast.

Gast sein. Ich betrete die Erwartungen meiner Gastgeber. Man freut sich auf mich. Aufgeregte Gesichter. Endlich können wir mal miteinander reden, hast du das nicht auch so vermisst. Hier, iss’ doch noch was, ich habe den ganzen Tag in der Küche gestanden, es sollte was Besonderes, diese Schlepperei immer, aber ist doch schön, wenn man mal Gäste hat. Sonst schätzt das ja nie jemand. Wie schaust du denn, fehlt dir was und habe ich dir schon erzählt, du weißt doch, die Schwester der T., die kennst du doch, die wohnte doch damals. Ich bin da und wünsche mich weg.

Gast sein. Ich betrete die Wohnung und lande in Armen. Ich komme an. Für einige Stunden lebe und koche und esse und rede ich mit, als sei ich Alltag. Ich greife mir aus vertrauten Schubladen ein Messer heraus. Wir schnibbeln. Jemand kommt rein, holt was, geht wieder raus. Wir schluffen in Wollsocken über wollbemauste Dielenböden. Vielleicht reden wir. Vielleicht lesen wir. Vielleicht reden die anderen noch in der Küche und ich darf nebenan in der Wolldecke liegen und lesen. Ich bin da und atme aus.

Gast sein. Aber ein bisschen zuhause sein dürfen.


Foto: (c) Wibke Ladwig

 

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Wibke Ladwig begleitet Bibliotheken, Buchhandlungen und Kultureinrichtungen im digitalen Raum und passt auf, dass sie nicht von Bären gefressen werden. Sie beschäftigt sich mit digitaler Identität und Szenografie und wie man den digitalen und den analogen Raum miteinander verbinden kann. Momentan schreibt sie am liebsten ihr inoffizielles Blog voll anstatt sich um den Relaunch ihrer offiziellen Website zu kümmern.


Foto: (c) Wibke Ladwig

 

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Mit #orbanismgastfreundschaft, einem Blog- und Gratis-E-Book-Projekt wollen wir vorsätzlich positive Bilder, Gedanken und Vorstellungen in die Welt und zum Zirkulieren bringen. Wir hoffen, es so wieder plausibler zu machen, dass es zum Menschsein gehört, anderen Freundlichkeit entgegen zu bringen und ihnen in Notsituationen auch Schutz zu gewähren.

Wir laden euch herzlich ein, uns weitere Texte zum Thema selbst erlebte Gastfreundschaft (Umfang bis 3.000 Zeichen, kann aber auch ganz kurz sein) zu schicken, die wir bloggen und in einer versionierten E-Book-Anthologie bei Orbanism Publishing veröffentlichen dürfen. Wenn Letzteres, etwa aufgrund von Buchverträgen, nicht möglich ist, können wir Texte gern auch nur bloggen. Bitte Text mit Ein-Satz-Bio in der 3. Person, dazu optional ein Link zu eigenem Herzensprojekt, gern auch ein thematisch passendes Foto sowie ein Bild, das euch selbst zeigt (bitte nur Bilder, bei denen ihr die Rechte besitzt) , per Mail an Christiane Frohmann, cf AT orbanism DOT com, senden. – Wir möchten die Rechte an den Texten und ggf. Bildern nicht exklusiv, bitte achtet aber darauf, dass ihr spätere Nutzer auf unser Nutzungsrecht hinweist. Bitte bei diesem Projekt, weil es um persönliche Haltung geht, keine Texte unter Pseudonym einreichen.

Virenschleuder-Preisverleihung 2016

Leander Wattig // Virenschleuder-Preis 2015Wann? Am 21.10.2016, 18-21 Uhr
Wo? Auf der Open Stage der Frankfurter Buchmesse (Teil der „Agora“)

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Was? Die Verleihung der Virenschleuder-Preise ist wie immer der schöne Abschluss der Fachbesuchertage und der bunte Start ins Buchmesse-Wochenende. Gekürt werden die von unserer prominent besetzte Expertenjury ausgewählten Gewinner der 5 Preiskategorien ansteckendste „Idee“, „Kampagne“, „Strategie/Plattform“ sowie das Team und die Persönlichkeit des Jahres. Moderiert wird die Preisverleihung von der wunderbaren Wibke Ladwig und #vsp16-Organisator Leander Wattig. Vor allem aber wollen wir miteinander feiern und den Netzwerkgedanken hochleben lassen. Dafür gibt es einen Haufen Freigetränke, Snacks und Musik vom großartigen Frankfurter DJ Frank Peisker aka Stupid Deep. Jeder ist eingeladen zu kommen. Es soll nichts übrig bleiben. Der Eintritt ist frei, nur ein Buchmesse-Ticket ist nötig.

Wir freuen uns auf euch!

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Virenschleuder-Preisverleihung 2013

Virenschleuder-Preisverleihung 2013

Virenschleuderpreis

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ORBANISM SPACE #fbm16

+++ #ORBANISMSPACE +++

In Partnerschaft mit der Frankfurter Buchmesse öffnet sich dort auf 100 Quadratmetern zum zweiten Mal der Orbanism Space als offizieller Digitaltreffpunkt (Halle 4.1 D88).

Unser Motto 2016: „Was ist das für 1 live?!“

Das Publishing nähert sich immer mehr Echtzeit an – von den Prozessen bis hin zu Live-Erlebnissen. Live bedeutet aber auch immer öfter Publishing – vom Streaming bis hin zu instantanem Schreiben. Der Orbanism Space ist in diesem Jahr ein Erfahrungsraum für Live-Publishing.

Wir interpretieren unseren Messestand als Performance- und Präsenzplattform. Im Mittelpunkt steht die Begegnung von Menschen und Themen in neuen, unerwarteten Konstellationen. Kern des Orbanism Space ist die Veranstaltungsbühne mit großem Auditorium.

 

+++ PROGRAMM +++

Das Programm des Orbanism Space #fbm16.

 

+++ TEAM +++

Leander Wattig // Christiane Frohmann // Mila Haegele // Sophie Bleich // Jasmin Schreiber

 

+++ TEILNAHME +++

Ticket sichern und den Orbanism Space auf der Frankfurter Buchmesse 2016 besuchen:

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DIRETTISSIMA – the conference. TRANSFER IT!

Tune in and freak out. Today.
Münchens neue Medien- und Publishingkonferenz geht endlich an den Start.

Was kann das Kulturgut Buch vom Whisky lernen? Warum finden sich Unternehmenslösungen auf den abgelegensten Bergen der Welt? Wie entsteht überhaupt Kultur? Welchen Einfluss haben Hacker heutzutage? Ist es möglich Philosophie oder Mathematik über Soziale Netzwerke zu transportieren und wenn ja, was bewirkt es? Die Veränderung des Journalismus – ein Segen oder ein Fluch? Wie kann ich aus den unterschiedlichsten Branchen Synergie-Effekte ableiten? Bedeutet Innovation auch gleich Erfolg?

Hier setzt die Konferenz DIRETTISSIMA an – es ist der Transfer, das Wissen Anderer, die diesen Weg bereits gegangen sind und uns an die Hand nehmen können.

Goldene Bar-Betreiber Klaus St. Rainer und WhiskeyUnion Gründer Mike Tobin lassen uns am Transfer Genuss teilhaben, Theresa Lachner überrascht uns mit Emotion und Erotik, Klaus Eck (d.Tales) bringt digitale Nähe und Stefan Glowacz spricht über den Brückenschlag von Natur und Berg. Dirk von Gehlen (SZ) erklärt uns das Shruggie-Prinzip, Eric Jarosinski (NeinQuarterly) lässt uns an seiner Netz-Philosophie teilhaben und Sina Trinkwalder (Manomama) spricht über Plagiate und das Neuerfinden. Die Kunst hat ebenso wie die Printbranche einen immensen Wandel erlebt – darüber berichtet Kunsthistoriker und Gründer der Kulturkonsorten, Christian Gries. Journalist und Blogger Richard Gutjahr wird uns (exklusiv) mit einem besonderen Vortragsthema überraschen, undundund…

DIRETTISSIMA ist eine Bestandsaufnahme, die komplexe Fragen stellt und klare Antworten liefert. Denn durch die Fülle an digitalen Möglichkeiten besteht die Gefahr, den Überblick zu verlieren – es gilt, die Gedanken so zu ordnen, dass sie klar und deutlich werden.
Die Konferenz liefert das Rüstzeug um das ‚Hier und Jetzt‘ zu bestreiten. Sie rückt unser tägliches Leben und unsere Arbeit, den Weg und nicht nur das Ziel in den Fokus und generiert Raum für neue Ideen, Innovationen und Inspiration.

Das Motto – Transfer it!

Habt Spaß – Zeit wird’s…

Momente von Wibke Ladwig

In kurzen Interviews fragen wir Menschen, denen wir gern zuhören, an welche gelungenen Veranstaltungen sie sich erinnern und was diese ausgemacht hat. Unseren ersten Orbanism-Moment verbringen wir mit Social-Web-Ranger Wibke Ladwig.


Privatparty

Überraschende Gespräche, die in die Tiefe führten und den Abend von innen heraus zum Leuchten brachten. Gute Musik. Schummriges Licht.

Familienfeier
Eine ausweglose Situation, leicht überheizte Räume, genügend Essen und ausreichend Alkohol.

Konzert
The Avett Brothers im Gebäude 9 in Köln. Die sirrende Elektrizität zwischen Publikum und Band. Episch der Moment, in dem allen Anwesenden klar wurde, etwas Außergewöhnliches miteinander zu erleben. Unabhängig davon, ob man nun auf oder vor der Bühne stand. Ich bin immer wieder verblüfft, wie blass doch die Studioaufnahmen sind ohne ihre Präsenz und die besondere Atmosphäre damals.

Konferenz
Für mich ist nach wie vor die re:publica etwas Besonderes. Weil sie schon immer eine Veranstaltung war, die den Begegnungen und dem Zusammensein von Menschen ebenso viel Raum gab wie den eigentlichen Vorträgen. Insbesondere seitdem es den Affenfelsen gibt.

Branchenveranstaltung
Die ersten ein, zwei Buchcamps. Es gab ein enthusiasmiertes gemeinsames Interesse und die Freude an Auseinandersetzung, Lernen und Erforschen. Und kein Mensch trug sich mit der Frage, was das nun pekuniär bringen könnte. Ja, richtig: Ich blicke nostalgisch.

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Schöne Momentaufnahmen

OM_Wibke Ladwig bei Vortrag in Karlsruhe_Photographer Michael M. Roth_MicialMedia

OM_Wibke Ladwig mit Julia Graff Republica_Photographer Steffen Meier

OM_Wibke Ladwig Republica_Photographer Gudio Schwan
Von oben nach unten: (1) Bei einem Vortrag in Karlsruhe (Foto: Michael M. Roth, MicialMedia), (2) Mit Julia Graff im Innenhof der re:publica (Foto: Steffen Meier), (3) Noch mal re:publica (Foto: Guido Schwan)