Schlagwort: Klaus Lederer

Europa: Von der Wirtschaftsunion zur Republik?

8. Akademie-Gespräch mit Jeanine Meerapfel, Pietro Benassi, Christina von Braun, Klaus Lederer, Robert Menasse

Mit dem Euro wurden die wirtschaftlichen und ­sozialen Unterschiede zwischen den EU-Staaten nicht geringer. Der politische und gesellschaft­liche Zusammenhalt der Union steht auf dem Prüfstand. Wie radikal müssen wir umdenken, um das Ziel der transnationalen europäischen Integration zu erreichen? Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel diskutiert mit dem italienischen Botschafter Pietro Benassi, der Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun, dem Kultur- und Europa­senator Klaus Lederer und dem Schriftsteller Robert Menasse.

Theater & Netz Vol. 5 // Behauptungsmaschinen

Nur für Fachpublikum:
>> ANMELDUNG OBLIGATORISCH<<<
Bitte auch sagen, für welche Tage, 6.5., 7.5. oder beide Tage
Mailto: theaterundnetz@boell.de

Zur Konferenz: Was sich früher als ungeprüfte Behauptung im kommunikativen Tagesgeschäft verflüchtigte, gerät heute in den Sog der Behauptungsmaschinen, wird auf Twitter, Facebook etc. in Nullkommanix zur wahrheitsfähigen Nachricht aufgeblasen. Die neuen Autoritären erklären den klassischen Medien den Krieg und lassen „Alternative Fakten“ präsentieren. War es bisher eine Urkompetenz des Theaters, im Modus des „Als-Ob“ (und im begrenzbaren Modell der Kunst) alternative Erzählungen und Weltbilder zu organisieren, ist das Spiel mit Fiktion und Illusion inzwischen zur omnipräsenten Kulturtechnik geworden.

In Gesprächen, Workshops und Keynotes beleuchtet die diesjährige Ausgabe der Konferenz Theater & Netz diverse künstlerische und außerkünstlerische Thesen und Strategien, die sich an der Sollbruchstelle Fake und Fakt abarbeiten. Gefragt wird aber auch nach den Konsequenzen für klassische Behauptungsstrukturen, wenn Maschinen (Bots, Algorithmen) das Verhältnis von Sender und Empfänger aufmischen, bzw. dieses Verhältnis ganz aufheben.

Bibliodiversität

Mit Susan Hawthorne, Jonathan Landgrebe und Klaus Lederer
Moderation: Doris Akrap

Der Begriff „Bibliodiversität“ bezeichnet die kulturelle Vielfalt innerhalb des Verlagswesens – und zeigt auf, warum es unabhängige Buchhandlungen und Verlage braucht. Der Begriff ist angelegt an den strukturell verwandten Begriff der Biodiversität. Wie diese unverzichtbar für das Funktionieren eines Ökosystems ist, ist die Bibliodiversität ein Indikator für einen funktionierenden Literatur- und Wissenschaftsbetrieb. Doch immer mehr wird in vielen Verlagen auf literarische Einheitskost gesetzt und auf leicht verkäufliche Sachbücher – das führt dazu, dass die kulturelle Vielfalt schwindet und das geistige Leben verödet. Bibliodiversität bietet dagegen eine stolze Selbstdefinition für unabhängige Buchhandlungen und Verlage. Die australische Autorin und Verlegerin Susan Hawthorne hat in ihrem Buch „Bibliodiversität“ (Verbrecher Verlag) den Begriff definiert und wird ihn mit dem Suhrkamp-Verleger Jonathan Landgrebe und Berlins Kultursenator Klaus Lederer diskutieren.

Eintritt 8 € / 5 €