Christiane Frohmann im Programm:

Literatur und Öffentlichkeit II

Gespräch – «Publishing und Öffentlichkeit – alte und neue Formen der Vermarktung», mit Christiane Frohmann (Frohmann Verlag, Berlin), Peter Haag (Kein & Aber Verlag, Zürich) und Marcus Hünnebeck/Kirsten Wendt (Selfpublisher)

Literatur braucht Öffentlichkeit, und die Öffentlichkeit braucht Literatur. In welchen Formen und Formaten findet dieser Austausch heute statt? Welche Rolle spielt das sich verändernde mediale und ökonomische Umfeld? Und welche neuen Formen von Literatur gehen daraus hervor? Unter den Schwerpunkten LITERATURKRITIK UND MEDIEN, SOCIAL WRITING AND READING, PUBLISHING und LITERATURWISSENSCHAFT UND ÖFFENTLICHKEIT geht unsere Gesprächsreihe an vier Terminen bis Dezember 2017 der Frage nach, wie Literatur an die Öffentlichkeit gelangt und in ihr verhandelt wird.

ORBANISM SPACE #fbm17

In offizieller Partnerschaft mit der Frankfurter Buchmesse öffnet sich dort in Halle 4.1 auf 137 qm der ORBANISM SPACE als Digitaltreffpunkt der Contentbranche – kuratiert von Leander Wattig und Christiane Frohmann.

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Kleine Verlage am Großen Wannsee + Kafka Band

Sonnabend, 8. Juli, ab 14.00 Uhr:
Kleine Verlage am Großen Wannsee
19h30: Konzert der Kafka Band!

Die Verlage edition AZUR (Dresden), INK:press (Zürich), Weissbooks Verlag (Frankfurt), Albino (Berlin), avant-verlag (Berlin), AvivA Verlag (Berlin), Berenberg Verlag (Berlin), binooki (Berlin), Braumüller Verlag (Wien), Wunderhorn Verlag (Heidelberg), Verlag Voland & Quist (Dresden), DÖRLEMANN VERLAG – Verlag für Literatur und Sachbuch (Zürich), Edition AB Fischer (Berlin), Edition Nautilus (Hamburg), Edition Rugerup (Berlin), Jung & Jung (Salzburg), Kookbooks (Berlin), lilienfeld – visuelles gestalten (Düsseldorf), mairisch Verlag (Hamburg), Matthes & Seitz Berlin (Berlin), Poetenladen (Leipzig), Reprodukt (Berlin), Secession Verlag für Literatur (Zürich/Berlin), Speak Low (Berlin), Transit Buchverlag (Berlin), Verbrecher Verlag (Berlin), Verlagshaus Berlin, Guggolz Verlag (Berlin), Edition Blau (Zürich), Culturbooks (Hamburg), mikrotext (Berlin), Frohmann (Berlin) und Zero sharp (Berlin) mit ihren Autor*innen zu Gast im LCB

Zum dreizehnten Mal sind ausgewählte Verlage aus dem deutschsprachigen Raum zu Gast am Wannsee. Mehr als 30 Verlage haben unsere Einladung angenommen und stellen Bücher und Autorinnen und Autoren in entspannter Atmosphäre vor. Alle Interessierten sind herzlich willkommen zu stöbern, zu entdecken und sich auszutauschen. Für kulinarische Genüsse wird gesorgt sein. Welcher Auftritt wann stattfindet, erfahren Sie ab dem 20. Juni auf www.lcb.de. Den Beginn des Veranstaltungsprogramms macht um 14 Uhr die Comic- Autorin Tina Brenneisen, deren Ausstellung »Das Licht, das Schatten leert« in den Räumen des LCB eröffnet wird. Für das gleichnamige Buchprojekt erhielt sie den diesjährigen Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung.

Eintritt 8 € / 5 €

The Publishing Sphere – Ecosystems of Contemporary Literatures

Publishing is returning to its original meaning: to go public. A two-day program of performative live publishing will celebrate this emerging sphere with talks and conversations, readings, sound performances, interventions, and more. Radio Brouhaha, launched at the event, will livestream [voicerepublic.com] the final evening, capturing sounds of ambiance and infrastructure.

The traditional idea of the solitary author in direct contact with his editor, and speaking in absentia to an anonymous public is obsolete. In recent years an abundance of literary practices – performances, public readings, sound and visual work and new public spaces– have emerged, forming a vibrant artistic and political “publishing sphere.” If it is true that the imaginary of modern literature is constitutive of the fantasy of a “good” public sphere of democracy then we must find what kind of societies are emerging from the publishing sphere we are faced with today.

At The Publishing Sphere scholars, writers, artists, and representatives of initiatives will investigate the different locations of contemporary literatures between an abstract sphere and a material space. They explore what constitutes a literary work beyond the materiality of the book, expose other forms of publishing besides texts, and survey the agents and players who inhabit the field. Alternating between round table discussions, performative miniature elements, workshop reach-outs, and literary readings they will scrutinize their pre-reflections, research notes, image materials, literary references, to create a publishing sphere of their own.

The Publishing Sphere is convened by Lionel Ruffel (Université Paris 8) with Annette Gilbert (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen) in cooperation with Franziska Morlok (Fachhochschule Potsdam). With Hannes Bajohr, François Bon, Vincent Broqua, Manuel Bürger, Thomas Boehm, continent – Publishing Collective, David Desrimais, Hanna Engelmeier, Christiane Frohmann, Mathias Gatza, Mara Genschel, Margaret Hillenbrand, Ho Tzu Nyen, Hanna Kuusela, Geert Lovink, Olivier Marboeuf, Ingo Niermann, Jakob Nolte, Miriam Rasch, Gerald Raunig, Felwine Sarr, Danny Snelson, Camille de Toledo, Marcello Vitali-Rosati, Elena Vogman, Binyavanga Wainaina, Gregor Weichbrodt

Please register for the conference at registration@hkw.de.. The conference language is English.

The Publishing Sphere is affiliated to the 9th Internationaler Literaturpreis awarded at the Haus der Kulturen der Welt on July 6, 2017.

The Publishing Sphere is supported by Haus der Kulturen der Welt, Université Paris Lumières, the Institut Universitaire de France and the Alexander von Humboldt Foundation via the professorship of Irene Albers at Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft of the Freie Universität Berlin.

Version 1 der ORBANISM-PUBLISHING-E-Book-Anthologie Gastfreundschaft

Die erste Version der Gastfreundschaft-E-Book-Anthologie ist als ePub und mobi erschienen. Wer sie kostenlos bekommen möchte, bitte Mail an Christiane Frohmann, cf AT orbanism.com schicken.

Mit Texten von Jacqueline Asadolahzadeh, Hannes Bajohr, Simone Bauer, Zoë Beck, Klaus Daniel, Birte Förster, Tania Folaji, Christiane Frohmann, Maria Jürgensen, Ekkehard Knörer, Wibke Ladwig, Anne Matuschek, Stefan Mesch, Michaela Maria Mueller, Hendrik Neubauer, Steffi Rossdeutscher, Jasmin Schreiber und Cosima Stawenow

Mit #orbanismgastfreundschaft, einem Blog- und Gratis-E-Book-Projekt wollen wir vorsätzlich positive Bilder, Gedanken und Vorstellungen in die Welt und zum Zirkulieren bringen. Wir hoffen, es so wieder plausibler zu machen, dass es zum Menschsein gehört, anderen Freundlichkeit entgegen zu bringen und ihnen in Notsituationen auch Schutz zu gewähren.

Der Text von Giulia Becker konnte aus rechtlichen Gründen nicht ins E-Book aufgenommen werden, ist aber nach wie vor im Blog lesbar.

Hessischer Bibliothekstag 2017 – Die ganz andere Bibliothek

  • Bibliothekarische Identität zwischen organischer und kannibalistischer Digitalisierung
  • Hotspot Forschungsdaten
  • Von­ Bestandsmanagement­ und­ Beziehungspfl­ege
  • Verleihung des 20. Hessischen Bibliothekspreises

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Bibliothek definiert sich traditionellerweise über ihre Bestände. Doch heute gilt dies nur noch bedingt. Im wissenschaftlichen Kontext bringt der rasante Wandel der Informationsversorgung ganz neue Formen der Bewahrung und Erschließung mit sich. Neben der Frage, was gesammelt wird, stellt die zunehmende Digitalisierung des Diskurses auch die Frage nach dem Wie und den Zugangsmöglichkeiten zu elektronischen Ressourcen. Das Forschungsdatenmanagement, ein Schwerpunkt auf dem Hessischen Bibliothekstag, ist – auch mit Blick auf die ökonomischen Ressourcen – eine essenzielle Aufgabe und große Herausforderung für wissenschaftliche Bibliotheken.

Auch in den Öffentlichen Bibliotheken verändert sich die Bedeutung des Bestandsmanagements massiv. Digitale Formate entkoppeln den Raum Bibliothek von der Nutzung ihrer Bestände, gleichzeitig steigt ihre Attraktivität als öffentlicher Ort. Bibliotheksarbeit ist hier immer auch ein Stück Beziehungsarbeit. Die Mitarbeitenden managen im Alltag gleichzeitig Informationen, Kunden und Technik; sie etablieren ihre Bibliothek als Kulturort und sozialen Treffpunkt. Das sind spannende Entwicklungen, die das klassische Berufsbild der Bibliothekarin und des Bibliothekars stark verändern.

Bibliotheken und ihre Bestände, das ist auch eine Beziehung mit vielen Unbekannten. Denn die Zukunft bringt immer wieder Überraschungen. Neue Möglichkeiten werden stets mit strittigen Punkten wie der Urheberrechtsdebatte, finanziellen Begrenzungen und technischen Herausforderungen einhergehen. Bibliotheken bringen hier viel mit: Mit ihrer Expertise und ihren Ressourcen bleiben sie wichtige Akteure der modernen Wissensgesellschaft.

Ihr Christian Engelhardt
Landrat des Kreises Bergstraße
Vorsitzender des Landesverbandes Hessen im Deutschen Bibliotheksverban

ORBANISM GASTFREUNDSCHAFT | Gartenlesung im Rahmen von #verlagebesuchen

Bei der Gartenlesung zu Verlage besuchen stellen Christiane Frohmann und Leander Wattig ihr Verlagsprojekt Orbanism Publishing vor und präsentieren die E-Book-Anthologie ›Gastfreundschaft‹, in der Menschen in Wort und Bild erzählen, wo und wie man ihnen besonders gastfreundlich begegnet ist. Frau Frohmann gibt einführend einen Überblick über die Kulturgeschichte der Gastfreundschaft, danach referieren und diskutieren Mitwirkende, darunter Jacqueline Asadolahzadeh (tip Berlin) Nicolas Ehler (Goethe-Institut), Tania Folaji (E-rstausgabe), Klaus Hartl (door2door), Anne Matuschek (Hifiberry) und Kultur-PR-Expertin Gesa Noormann verschiedene ideelle und kommerzielle Formen von Gastfreundschaft, wie etwa Schulaustausch, Au-pair-Programme, europäische Kulturförderung, Couchsurfing oder Geflüchtetenhilfe. Es gibt Bowle mit und ohne Alkohol, außerdem Ableger aus dem Frohmann-Garten zum Mitnehmen. (Der Eintritt ist frei, die Teilnehmerzahl aber auf 100 beschränkt. Anmeldung an cf at orbanism com, in der Antwort kommt die genaue Adresse in Pankow.)

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Mit Texten wie Bastien von Giulia Becker oder Zehn Jahre Deckenzelte von Jasmin Schreiber für #orbanismgastfreundschaft, einem Blog- und Gratis-E-Book-Projekt wollen wir vorsätzlich positive Bilder, Gedanken und Vorstellungen in die Welt und zum Zirkulieren bringen. Wir hoffen, es so wieder plausibler zu machen, dass es zum Menschsein gehört, anderen Freundlichkeit entgegen zu bringen und ihnen in Notsituationen auch Schutz zu gewähren.

Wir laden euch herzlich ein, uns weitere Texte zum Thema selbst erlebte Gastfreundschaft (Umfang bis 3.000 Zeichen, kann aber auch ganz kurz sein) zu schicken, die wir bloggen und in einer Anthologie bei Orbanism Publishing veröffentlichen dürfen. Wenn Letzteres, etwa aufgrund von Buchverträgen, nicht möglich ist, können wir Texte gern auch nur bloggen. Bitte Text mit Ein-Satz-Bio in der 3. Person, dazu optional ein Link zu eigenem Herzensprojekt, gern auch ein passendes Foto, bei dem ihr die Rechte besitzt, per Mail an Christiane Frohmann, cf AT orbanism DOT com, senden. – Wir möchten die Rechte an den Texten und ggf. Bildern nicht exklusiv, bitte achtet aber darauf, dass ihr spätere Nutzer auf unser Nutzungsrecht hinweist. Bitte keine Texte unter Pseudonym einreichen.

 

Foto: (c) Christiane Frohmann

 

Scott – ein Text zur Gastfreundschaft von Christiane Frohmann

Scott hatte sich als Freiwilliger gemeldet, um der deutschen Austauschstudentin das Leben in New Haven, Conneticut, sowie US-amerikanische Gepflogenheiten näherzubringen, und das tat er. Wir besuchten eine Country Fair – eine Art Landwirtschaftsausstellung mit Lumberjack Games (Holzfällerwettkämpfen), Monstertrucks und Rummel –, fuhren kurz vor Halloween zu einer Pumpkin Farm, wo ich ekstatisch auf einem Kürbisfeld herumsprang; wir erkundeten Orte, die East Berlin und German Town hießen – was ich, coming from Berlin, Berlin, unglaublich witzig fand –, und an Thanks Giving lud Scott mich ein, gemeinsam mit ihm, seiner Frau Laura und dem Rest der Familie zu feiern. Wir aßen Roasted Turkey, Mashed Potatoes, Sweet Potatoes, Green Peas, Apple Pie, Pumpkin Pie, und ich probierte auch brav den Eggnogg, einen ekligen Eierpunsch. Etwa zehn Minuten nach dem letzten Bissen und dem darauf rituell folgenden Gezerre am Wishbone (= Wünschelknöchelchen, in dem Fall das Gabelbein des armen Truthahns) – ich »gewann«, vermutlich ließ man mich gewinnen –, schlief ich, wirklich wahr, carbkollabierend mitten im Gespräch im Sessel ein.

Dank Scott machte ich all diese »typisch amerikanischen« Sachen, über die man hier so gerne die Nase rümpft, Sachen, über die auch ich vermutlich bis heute die Nase rümpfen würde, hätte dieser nette Mensch mich nicht zwischendurch aus meiner Campus-Realität heraus- und an der Ostküste herumgefahren – mit einem SUV übrigens, ein Fahrzeugtyp, der in Deutschland damals, Ende der 90er, außer bei der Forstarbeit, noch komplett ungebräuchlich war. Scott hat mit ein paar netten Aktionen dafür gesorgt, dass ich nie zum pauschalen USA-Hasser werden könnte und mich gleichzeitig implizit gelehrt, dass interkultureller Dialog wie von selbst funktioniert, wenn man gemeinsam schöne Erlebnisse hat.

Danke, Scott.

 

Fotos: (c) Christiane Frohmann

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Christiane Frohmann ist Verlegerin beim Verlag für digitale Kultur und Wissenschaft FROHMANN, auch bei ORBANISM ist sie die Verantwortliche für Publishingbelange.

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Mit #orbanismgastfreundschaft, einem Blog- und Gratis-E-Book-Projekt wollen wir vorsätzlich positive Bilder, Gedanken und Vorstellungen in die Welt und zum Zirkulieren bringen. Wir hoffen, es so wieder plausibler zu machen, dass es zum Menschsein gehört, anderen Freundlichkeit entgegen zu bringen und ihnen in Notsituationen auch Schutz zu gewähren.

Wir laden euch herzlich ein, uns – am liebsten bis zum 10. April – weitere Texte zum Thema selbst erlebte Gastfreundschaft (Umfang bis 3.000 Zeichen, kann aber auch ganz kurz sein) zu schicken, die wir bloggen und in einer Anthologie bei Orbanism Publishing veröffentlichen dürfen. Wenn Letzteres, etwa aufgrund von Buchverträgen, nicht möglich ist, können wir Texte gern auch nur bloggen. Bitte Text mit Ein-Satz-Bio in der 3. Person, dazu optional ein Link zu eigenem Herzensprojekt, gern auch ein passendes Foto, bei dem ihr die Rechte besitzt, per Mail an Christiane Frohmann, cf AT orbanism DOT com, senden. – Wir möchten die Rechte an den Texten und ggf. Bildern nicht exklusiv, bitte achtet aber darauf, dass ihr spätere Nutzer auf unser Nutzungsrecht hinweist. Bitte keine Texte unter Pseudonym einreichen.

 

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