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Die Zukunft der E-Leihe – Wie Verlage und Bibliotheken kooperieren können

Ob es sich um neue Leih-Konditionen und das EuGH-Urteil,  den DEAL oder die Open-Access-Debatte handelt: auch in diesem Jahr bietet das Thema „E-Leihe“ viel Zündstoff.

Wie können Verlage und Bibliotheken konstruktiv zusammenarbeiten?

Letztes Jahr einigten sich mehrere Publikumsverlage und die Divibib über neue E-Book-Leihkonditionen. Kurz darauf beschwerten sich bereits die ersten Öffentlichen Bibliotheken über zu teure E-Book-Lizenzen. Ende desselben Jahres sorgte das EuGH-Urteil zur E-Leihe in Öffentliche Bibliotheken für Wirbel: Während die Bibliotheken begrüßen, dass sie E-Books ab jetzt ohne Zustimmung der Verlage zur Verfügung stellen dürfen, fürchten die Verlage nun umso mehr, durch den Download-Zugang in Bibliotheken finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen.

Die Wissenschaftlichen Bibliotheken und Wissenschaftsverlage trifft vor allem der DEAL: Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen streben – neben einer allgemeinen Open Access-Komponente – Bundeslizenzen für E-Journals einiger großer Verlage an. Kleinere Verlage befürchten, in der Folge bei Verhandlungen zur Preisgestaltung und Veröffentlichungsstruktur außen vor zu bleiben.

Neue Lizenz, Leih- und Geschäftsmodelle? Von der Anschaffung auf Vorrat zur Anschaffung auf Nachfrage, vom Paket zur Evidence Based Akquisition: Verlage und Bibliotheken stellt die E-Leihe vor besondere Herausforderungen. Bei dem Versuch, ihren Nutzern eine repräsentative Auswahl an E-Book- und E-Journals zu bieten, stoßen Bibliotheken häufig an lizenzrechtliche Grenzen. Verlage stehen vor der Aufgabe, Kooperationsmodelle zu entwickeln, die ihr E-Business nicht gefährden. Wie können Verlage und Bibliotheken besser kooperieren?