Allen Feldman im Programm:

Wörterbuch der Gegenwart #7 – Angst

Angst vor Kontrollverlust, vor dem Unbegreiflichen und dem Irrationalen prägen den modernen Menschen. Wie verschieben subjektive und kollektive Ängste das Verhältnis von Bedrohung, Sicherheit und Freiheit? Ein Gespräch über die globalen Verflechtungen von Angst, Terror und Trauma

Ängsten liegen unterschiedliche Beziehungen zur Welt zugrunde: Politische Strategien der Angstproduktion nutzen diese gezielt, um die Normalisierung eines Ausnahmezustands in gegenwärtigen Gesellschaften zu etablieren. Welche kognitiven Schemata nutzt Angstpolitik zur Manipulation von Diskursen, Bildern und Begriffen? Der Literatur- und Kulturwissenschaftler Joseph Vogl unternimmt eine ideengeschichtliche Analyse der Ursprünge moderner Angstökonomien. Dabei untersucht er, wie die Bedingungen moderner Subjektkonstitution mit heutigen Herrschaftspraktiken zusammenhängen. Der Anthropologe Allen Feldman entwickelt eine visuelle Ethnografie der Gewalt. Er zeigt, wie die Kontrolle des Sehens zu einer Waffe werden kann und wie die (Un-)Sichtbarmachung von Gewalt- und Terrorbildern einen konstanten wie latenten Angstzustand hervorruft.

Eintritt: 5€/3€
Mit Simultanübersetzung Englisch/Deutsch